. Johanniter feiern Jubiläum

Hausnotrufsysteme werden 30 Jahre alt – und sind zum Standard geworden

Hausnotrufsysteme gehören heute zum Standard in vielen Wohnungen von älteren Menschen. Als die Johanniter-Unfall-Hilfe die ersten Systeme einführte, waren die Systeme noch Neuland. Jetzt wurde deren 30-jähriges Jubiläum gefeiert.

Ein Knopf, der viel Freiheit bedeutet!

Mit einem Festakt im niedersächsischen Berne feierte die Johanniter-Unfall-Hilfe in der vergangenen Woche das 30-jährige Jubiläum des Hausnotrufsystems. Mit über 130.000 Kunden sind die Johanniter nach eigenen Angaben bundesweit einer der großen Hausnotrufanbieter in Deutschland. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, lobte den Pioniergeist: "Wir brauchen individualisierte, praxistaugliche Lösungen, die sich an den Bedürfnissen der Menschen, der Endnutzer orientieren.“

Durch Aufbau von Hausnotrufsystemen länger in häuslicher Umgebung bleiben

Vor 30 Jahren hatten sich die Johanniter im Ortsverband Stedingen, entschlossen, ein Hausnotrufsystem aufzubauen. Ziel sei es von Anfang an gewesen, Menschen zu unterstützen, damit diese länger in den eigenen vier Wänden leben können, heißt es in einer Pressemitteilung der Johanniter. Schon damals baute man auf Erreichbarkeit rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Der Dienst wurde zunächst ehrenamtlich - mit Unterstützung von Zivildienstleistenden - angeboten. Die große Nachfrage führte dazu, dass Anfang der 1990-er Jahre der Hausnotruf nur noch mit hauptamtlichen Mitarbeitern besetzt wurde.

Rund 1.500 Notrufe pro Tag: für Mitarbeiter der Notrufzentrale eine große Verantwortung

Die Hausnotrufzentrale in Berne – die Keimzelle - ist heute die größte der insgesamt neun Zentralen der Johanniter bundesweit. Insgesamt kümmern sich laut Angaben der Johanniter rund 150 Mitarbeiter rund um die Uhr um die mehr als 130.000 Hausnotrufkunden in ganz Deutschland. Jeder Disponent nimmt im Durchschnitt jährlich rund 25.000 Rufe an -  etwa 1.500 Rufe pro Tag.

Der klassische Notruf habe sich mittlerweile weiterentwickelt, heißt es in der Pressemitteilung. Heute würde er mit etwa Bewegungs- und Rauchwarnmeldern verbunden. Es gebe aber auch zahlreiche Forschungsprojekte: Der Fachbereich Forschung & Entwicklung der Johanniter untersuche beispielsweise die Einbindung neuer Technologien in das häusliche Umfeld. "Wir möchten innovative Entwicklungen dazu einsetzen, das Leben unserer Kunden sicherer und einfacher zu machen“, heißt es bei den Johannitern.

Foto: Fotolia - Ingo Bartussek

Autor: Cornelia Wanke

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