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Häufig Bio-Produkte zu essen könnte Krebs-Risiko senken

Häufig Bio-Produkte zu verzehren könnte das Krebs-Risiko senken. Das zumindest ist das Ergebnis einer französischen Studie. Ein Grund könnte die niedrigere Belastung der Öko-Kost mit Pestiziden sein.
Bio-Kartoffeln, Bio-Gemüse, ökologischer landbauebensmittel

Mehr Bio-Produkte zu verzehren, könnte das Krebsrisiko senken

Häufig Bio-Produkte zu verzehren könnte das Krebs-Risiko senken. Das zumindest ist das Ergebnis einer Studie, die an der Pariser Sorbonne und anderen französischen Forschungseinrichtungen durchgeführt wurde. Daran nahmen 68.946 Franzosen mit einem Durchschnittsalter von 44,2 Jahren teil.

Sie gewährten Zugang zu ihren Patientenakten, um ihren Gesundheitszustand kontrollieren zu können. Ihre Essgewohnheiten wurden mit Hilfe eines webbasierten Fragebogens erfasst, in dem die Teilnehmer angeben mussten, wie häufig sie 16 verschiedene Arten von Bio-Lebensmitteln zu sich nahmen.

Hoher Verbrauch von Bio-Produkten könnten Krebs-Risiko senken

Die Studie lief von 2009 bis 2016. In dieser Zeit traten 1.340 neue Krebsfälle auf. Dabei zeigte sich, dass das Krebsrisiko bei dem Viertel der Probanden mit dem höchsten Bio-Lebensmittel-Verbrauch um etwa 25 Prozent niedriger war als in dem Viertel der Personen mit dem niedrigsten Bio-Lebensmittel-Konsum. Bio-Produkte könnten demnach das Krebs-Risiko senken.

Der Mechanismus, durch den das Essen von Bio-Lebensmitteln das Krebsrisiko verringert, könnte auf einen geringeren Anteil von Pestizidrückständen in den Lebensmitteln aus dem ökologischen Landbau zurückzuführen sein, so die These der Studien-Autoren.

 

Nur bei zwei Krebs-Arten war das Risiko deutlich gesenkt

Zudem ist nicht klar, ob das niedrigere Krebsrisiko auf den Konsum der Bio-Lebensmittel zurückzuführen ist - oder ob es nicht doch andere Lebensstil-Faktoren sein könnten, die in der Analyse nicht berücksichtigt wurden. Denn Menschen, die Wert auf Bio-Lebensmittel legen, versuchen meist auch in anderen Bereichen gesund zu leben.

Trotz der festgestellten Assoziation von hohem Öko-Kost–Konsum und einem geringeren Krebsrisiko waren die Daten nur für zwei spezifische Krebsarten statistisch signifikant: der postmenopausale Brustkrebs trat 34 Prozent seltener auf, beim Lymphom (Lymphdrüsenkrebs) waren es 76 Prozent. Die Unterschiede bei allen anderen Krebsarten, die von den Autoren untersucht wurden, waren statistisch nicht signifikant.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass "die Förderung des Verzehrs von Bio-Essen in der Bevölkerung eine vielversprechende präventive Strategie gegen Krebs sein könnte". Den endgültigen Beweis dafür liefern sie mit dieser Untersuchung nicht, schreiben Kommentatoren. Sie erschien in dem Fachmagazin JAMA Internal Medicine.

Foto: TwilightArtPictures/fotolia.com

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