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14.03.2017

Guter Schlaf wichtig für die Gesundheit

Immer mehr Studien zeigen, wie grundlegend guter Schlaf für die Erhaltung unserer Gesundheit ist. Der diesjährige Weltschlaftag, der am 17. März stattfindet, betont die Vorteile eines gesunden Schlafs und informiert über Behandlung und Prävention von Schlafstörungen.
Weltschlaftag 2017

Im Land der Träume - ein erholsamer Schlaf tut Körper und Geist gut

Mittlerweile ist unumstritten, wie wichtig guter Schlaf für verschiedene physische, psychische und kognitive Prozesse ist. Ein erholsamer Schlaf bildet die Grundlage für Intelligenz, emotionale Stabilität, Kreativität und Produktivität. Zudem kann er dazu beitragen, vielen Krankheiten vorzubeugen, wie immer mehr Studien in den vergangenen Jahren bewiesen haben. Am Weltschlaftag, der jedes Jahr am 17. März begangen, wird, soll daher auf die Bedeutung des Schlafs für unsere Gesundheit aufmerksam gemacht sowie über Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten von Schlafstörungen aufmerksam gemacht werden.

Zu wenig Schlaf kann krank machen

Organisiert wird der Tag von der World Sleep Society, die durch die World Association of Sleep Medicine (WASM) und die World Sleep Federation (WSF) gegründet wurde. Am Weltschlaftag werden in über 72 Ländern überall auf der Welt Aktionen und Informationsveranstaltungen zum Thema Schlaf und Gesundheit vorgestellt. In diesem Jahr lautet das Motto „Sleep Soundly, Nurture Life“, was so viel heißt wie „Ein guter Schlaf nährt das Leben“. Wie sehr das zutrifft, haben bereits verschiedene Untersuchungen gezeigt. So weiß man mittlerweile, dass Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, häufiger Angsterkrankungen und Depressionen entwickeln als andere. Zudem wurden Hinweise gefunden, dass mangelnder oder unregelmäßiger Schlaf Übergewicht fördern und sogar zu Diabetes führen kann.

Problematisch für die Gesundheit ist auch die Obstruktive Schlafapnoe, eine Störung, bei der während des Schlafs der Atem immer wieder für einige Zeit aussetzt. Es ist bekannt, dass Patienten, die unter Schlafapnoe leiden, auch häufiger Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht aufweisen als andere. Daher raten Experten, auch leichte Formen von Schlafapnoe zu behandeln, um Folgeerkrankungen zu verhindern.

 

Moderne Lebensgewohnheiten führen häufig zu Schlafmangel

Gleichzeitig mit der zunehmenden Einsicht in die Bedeutung des Schlafs für unsere Gesundheit scheinen Schlafstörungen jedoch immer weiter zuzunehmen. Dies wird unter anderem auf moderne Lebensgewohnheiten wie langes abendliches Fernsehen oder Computerspielen zurückgeführt. Selbst der Blick auf das Smartphone kurz vor dem Bettruhe kann Schlafstörungen verursachen. Forscher vermuten, dass daran unter anderem das LED-Licht schuld ist, das uns aus dem Fernseher, von den Computerbildschirmen, den Tablets und Smartphones entgegenscheint. Das blaue LED-Licht signalisiert dem Gehirn offenbar wachzubleiben und wirkt der Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin entgegen. Am Weltschlaftag soll auch darüber informiert werden, wie mit solchen äußeren Einflüssen am besten umgegangen werden kann, um dennoch einen ausreichenden und erholsamen Schlaf zu erhalten.

Foto: © manushot - Fotolia.com

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Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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