Anzeige
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Anzeige
18.02.2018, aktualisiert: 20.02.2018

Grippewelle: Schon mehr als 100 Tote

Die Grippe breitet sich immer weiter aus, wie die aktuelle Wochenkarte der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt. Bis zum Ende der 6. Kalenderwoche wurden zudem bereits 102 Tote durch das Influenza-Virus gemeldet.
Grippevirus, Virus, Grippewelle, Influenza

Die Grippe breitet sich zurzeit rasch aus

Viele Menschen schlagen sich zurzeit mit Husten, Schnupfen und allgemeiner Abgeschlagenheit herum. Insgesamt steigt die Zahl der Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen (ARE) von Woche zu Woche und die Aktivität hat bereits die höchste Stufe erreicht, wie das Robert-Koch-Institut „RKI) berichtet. Nicht immer handelt es sich dabei nur um eine "normale" Erkältung. Auch die Zahl der Grippefälle hat zugenommen: Bei 48 Prozent der ARE-Patienten wurden Influenza-Viren gefunden.

Besonders fest hat die Influenza in Deutschland derzeit den Süden (Baden-Württemberg) und den Norden (Schleswig-Holstein) im Griff. Nordrhein-Westfalen und der mittlere Westen Deutschlands liegen auf Platz drei, wie wie die Wochenkarte der Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI zeigt. Der Osten Deutschlands ist hingegen bislang weniger stark betroffen.

Influenza B vor allem bei Älteren häufig

Bis zum Ende der 6. Kalenderwoche (11. Februar) wurden 17.990 laborbestätigte Influenzafälle an das RKI gemeldet. Damit sind es seit Beginn der Grippesaison 2017/18 bereits 59.876 Grippefälle. 102 Menschen sind an der Infektion gestorben. Der Großteil der Todesfälle betraf dabei ältere Menschen ab 60 Jahren. In diesem Alter wurde bei knapp zwei Dritteln der Todesfälle ein Influenza-B-Virus isoliert, im Vergleich zu einem Anteil von knapp zwei Dritteln Influenza-A-Viren bei unter 60-Jährigen.

Die Influenza-Viren des Typs B der sogenannten Yamagata-Linie sind in diesem Winter besonders verbreitet – und das ist genau die Variante, die im zurzeit noch gängigen Dreifachimpfstoff nicht enthalten ist, weil sie normalerweise sehr selten ist. Effektiver ist daher zurzeit der Vierfachimpfstoff, der einen zusätzlichen Bestandteil gegen die zurzeit so häufigen Influenza-B-Viren enthält. Der teurere Vierfach-Schutz ist bislang allerdings keine einheitlich geregelte Kassenleistung und wird nur von wenigen Krankenkassen übernommen, wenn die Patienten zu einer Risikogruppe gehören.  

Sich impfen zu lassen, ist allerdings nicht die einzige mögliche Schutzmaßnahme. Sinnvoll ist es auch, Menschenmengen zu meiden, was allerdings nicht immer möglich ist. Ansonsten raten Experten, sich oft die Hände zu waschen und sich so wenig wie möglich ins Gesicht zu fassen. Unter Umständen können auch Nasensalben helfen, welche die Nasenschleimhaut vor dem Eindringen von Viren schützen.

Symptome einer „echten“ Grippe

Wer nicht genau weiß, wie sich Erkältung und eine „echte“ Grippe unterscheiden, sollte auf folgende Zeichen achten. Sie können zwar auch bei einer Erkältung auftreten, sind jedoch ab einem gewissen Grad typisch für eine Infektion mit dem Influenza-Virus:

  • Trockener Reizhusten
  • Hohes Fieber, Schüttelfrost, Schweißausbrüche
  • Muskel-, Glieder- und Kopfschmerzen
  • Starkes Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit
  • Schnupfen, verstopfte Nase, Halsschmerzen
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen

Foto: © psdesign1 - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Grippe , Grippewelle , Impfen
 

Weitere Nachrichten zum Thema Grippe

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Weil Corona so oft asymptomatisch verläuft, kann über die Dunkelziffer nur spekuliert werden. Licht ins Dunkel bringt nun eine Studie Helmholtz Zentrums München. Danach waren in zweiten Corona-Welle waren drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert, als über PCR-Tests gemeldet.


Die einen werden kleingemacht, die anderen gepampert: „Toxische Führung“ in der Arbeitswelt kann Belegschaften spalten und schadet auch den Unternehmen. So paradox es klingt: Vom Chef oder von Vorgesetzten anderen gegenüber offen bevorzugt zu werden, kann für Mitarbeiter unerträglich werden und sie in die Kündigung treiben. Das zeigt eine Studie der privaten „Kühne Logistics University“.
 
Kliniken
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin