. Infektionskrankheiten

Grippewelle: Jetzt fängt sie erst richtig an

Trotz steigender Temperaturen ist die Grippewelle längst nicht vorbei, im Gegenteil: Die Zahlen steigen weiter. Wer nicht geschützt ist, sollte jetzt noch über eine Grippe-Impfung nachdenken.
Grippe, Grippewelle, Grippeschutzimpfung

Für gefährdete Personen kann eine Grippeschutzimpfung auch jetzt noch sinnvoll sein

Die Zahl der Grippefälle in Deutschland ist deutlich gestiegen. Alleine in der vergangenen Woche wurden über 9.200 im Labor bestätigte Influenza-Infektionen gemeldet – doppelt so viele wie in der Vorwoche. Das erklärt das Robert-Koch-Institut (RKI). Damit hat sich die Zahl im Vergleich zur Vorwoche mehr als verdoppelt. Da jedoch längst nicht alle Erkrankungen im Labor bestätigt werden, wird von einer sehr viel höheren Dunkelzimmer ausgegangen.

Grippeschutzimpfung jetzt noch sinnvoll

Über 20.000 bestätigte Grippefälle wurden damit in dieser Saison seit Oktober gemeldet sowie 49 Todesfälle. Etwa jeder fünfte Betroffene musste im Krankenhaus behandelt werden. Für eine Grippeschutzimpfung ist es auch jetzt noch nicht zu spät. Etwa zwei Wochen dauert es, bis der Impfschutz aufgebaut sei. Da die Grippewelle jedoch meist noch über den März hinaus anhält, ist eine Impfung nach wie vor sinvoll. Das Robert-Koch-Institut rät insbesondere Menschen über 60 Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken und medizinischem Personal zu einer Grippe-Impfung.

Die echte Grippe sollte nicht mit mit einer Erkältung verwechselt werden. Während diese in der Regel harmlos verläuft, sind die Beschwerden einer Grippe deutlich stärker und können insbesondere für geschwächte Personen lebensgefährlich werden. Zu den Symptomen gehören hohes Fieber, Halsschmerzen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein starkes Krankheitsgefühl. Die Inkubationszeit beträgt etwas ein bis zwei Tage, die Erkrankung selbst dauert meist etwa eine Woche, kann aber auch deutlich länger anhalten. Zudem besteht auch nach überstandener Erkrankund häufig noch länger ein Zustand der Schwächung.

 

Vierfachimpfstoff für alle Patienten

In diesem Winter werden Patienten mit dem sogenannten Vierfachimpfstoff gegen Influenza geimpft. Dieser wirkt gegen mehr Stämme des Grippevirus als der bis vor kurzem noch übliche Dreifachimpfstoff. Für die Saison 2018/19 wird der Vierfachimpfstoff von der Ständigen Impfkommission des RKI für alle Patienten standardmäßig empfohlen. Damit müssen auch die Gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für diesen Impfstoff erstatten.

Foto: © terovesalainen - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Grippe , Grippewelle , Impfen
 

Weitere Nachrichten zum Thema Grippe

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
 
 
. Kliniken
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.