. Influenza

Grippewelle hat Deutschland im Griff

Eine starke Grippewelle hat Deutschland erreicht. Mehr als 30 Menschen sind schon gestorben. Das Robert-Koch-Institut ruft weiter zur Grippeimpfung auf.
In Deutschland macht sich eine starke Grippewelle breit. Zur Grippeimpfung ist es noch nicht zu spät

In Deutschland macht sich eine starke Grippewelle breit. Zur Grippeimpfung ist es noch nicht zu spät

Über Deutschland rollt eine schwere Grippewelle. Mehr als 11.000 Fälle wurden dem Robert Koch-Institut in diesem Winter schon gemeldet. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus, denn längst nicht alle Fälle werden gemeldet. 31 Menschen sind an der Influenza bereits gestorben, der Großteil war älter als 60 Jahre. RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler appellierte an diese Altersgruppe, sich noch impfen zu lassen. Das mache jetzt noch Sinn, erklärte er am Donnerstag im ZDF Morgenmagazin. Bedauerlicherweise seien die Impfquoten viel zu gering, besonders in den Risikogruppen.

Noch macht eine Grippeimpfung Sinn

Die Grippeimpfung wird hierzulande Menschen über 60, chronisch Kranken, medizinischem Personal und Schwangeren ausdrücklich empfohlen. Es kann sich aber jeder impfen lassen. Wichtig zu wissen: Bis der volle Schutz greift, dauert es 14 Tage. Und die Impfung vom letzten Jahr bietet keinen ausreichenden Schutz mehr.

Die Impfkommission in Sachsen (SIKO) rät in diesem Jahr zu einem Vierfach-Impfstoff, da dieser auch vor einem bestimmten Influenza-B-Stamm schützt. In der Grippewelle im vergangenen Jahr war etwa die Hälfte der Betroffenen mit diesem Virustyp infiziert.

Frankreich ist unterdessen noch viel stärker betroffen. Dort sind bereits 52 Grippetote zu verzeichnen. Viele Krankenhäuser sind bereits an ihre Kapazitätsgrenzen geraten.

 

Symptome der echten Grippe

Die Symptome einer Grippe werden oft mit einer Erkältung verwechselt. Beiden ist eine akute Infektion der Atemwege gemein. Doch bei der echten Grippe kommt es zu einem schweren Krankheitsgefühl mit hohem Fieber und Schüttelfrost. Häufig kommen Schwindel, Kopf- und Gelenkschmerzen hinzu. Laut den Internisten im Netz können Patienten noch Wochen nach Abklingen einer Influenza an einer ausgeprägten allgemeinen Leistungsschwäche, Appetitlosigkeit und Unwohlsein bis hin zu Depressionen leiden.

Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, rät das RKI zu häufigem Händewaschen und Kontakt zu großen Menschenmengen zu meiden.

Foto: © ladysuzi - Fotolia.com

Autor: ham
Hauptkategorien: Berlin , Medizin , Prävention und Reha
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Grippe , Grippeschutzimpfung
 

Weitere Nachrichten zum Thema Grippe

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
 
. Weitere Nachrichten
Welche Konsequenzen ergeben sich für den Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland aus der Corona-Pandemie? Brauchen wir ein soziales Pflichtjahr oder ist freiwilliges Engagement sinnvoller? Droht bei der Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen ein Flickenteppich in Deutschland? Zu diesen Fragen hat Gesundheitsstadt Berlin mit Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, einen Podcast durchgeführt.
 
 
. Kliniken
. Interviews
Noch müssen Ärzte in Deutschland keine Triagierung von COVID-19-Patienten vornehmen. Doch was wenn, die Intensivkapazitäten auch hier zu Lande nicht reichen? Gesundheitsstadt Berlin hat über das bedrückende Thema mit Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen gesprochen. Die Charité-Medizinerin befasst sich als Mitglied des Deutschen Ethikrats und einer soeben eingerichteten Task Force des Berliner Senats intensiv mit dem Worst-Case-Szenario „Triagierung“.
Work-Life-Balance, geregelte Arbeitszeiten – in altersgemischten Stationsteams prallen Welten aufeinander. Wie sich der Generationenkonflikt im Krankenhaus lösen lässt, weiß Professor Wolfgang Kölfen, Chefarzt und Kommunikationsberater aus Mönchengladbach.