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Grippewelle flaut ab – Entwarnung gibt es aber noch nicht

Langsam geht die Zahl der Influenza-Infektionen zurück, wie das Robert-Koch-Institut diese Woche meldete. Doch nach wie vor sind viele Menschen in Deutschland an Grippe erkrankt.
Grippelwelle flaut langsam ab

Dem Robert Koch Institut wurden weniger Grippefälle gemeldet als in der Vorwoche

Der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle scheint überschritten. Das Robert-Koch-Institut meldete für die neunte Kalenderwoche 2013 weniger Infektionsfälle als in der Vorwoche. Dennoch ist die Aktivität des Influenza-Virus in Deutschland weiterhin stark erhöht.  

Seit Beginn der diesjährigen Grippesaison gab es ungewöhnlich viele Grippeinfektionen. Mehr als 38.500 Fälle wurden seit dem Beginn der Grippewelle gezählt. Fast 6.000 Patienten wurden deswegen stationär behandelt. Zudem wurden 84 durch Influenza verursachte Todesfälle gemeldet. Die Patienten waren im Durchschnitt 60 Jahre alt, der jüngste Patient war einen Monat, der älteste 90 Jahre alt.

Grippe-Aktivität in Europa nimmt ab

Während der letzten zehn Jahre hatte es nur im Winter 2004/05 eine ähnlich aggressive Grippewelle gegeben wie in dieser Saison. Seit einer Woche gehen die Grippe-Infektionen nun langsam wieder zurück. Allerdings war die Anzahl der Fälle in der vergangenen Woche immer noch bundesweit sehr hoch, wie die AG Influenza am Robert Koch Institut berichtet. Auch in Finnland und Belgien gibt es immer noch eine hohe Aktivität des Virus. In den meisten europäischen Ländern nehmen die Grippe-Aktivitäten allerdings bereits wieder ab

Typisch für Influenza sind der plötzliche Krankheitsbeginn, Fieber, trockener Husten und schweres Krankheitsgefühl. Insgesamt dominieren in diesem Jahr die A(H1N1)-pdm09-Viren. Dieser Subtyp hatte einen Anteil von 43 Prozent an den isolierten Erregern der Stichproben, gefolgt von Influenza A(H3N2)-Viren (35 Prozent) und Influenza B-Viren (22 Prozent). Die A(H3N2)-Viren reagieren dabei nicht so gut auf den in den Impfstoffen verwendeten Stamm wie die anderen Viren, meldet die AG Influenza.

Bei den Patienten, die mit dem Neuraminidasehemmer Oseltamivir behandelt wurden, wurde in zwei Fällen eine Resistenz gegen das Medikament festgestellt. Gegen Zanamivir erwiesen sich hingegen alle untersuchten Influenzaviren als empfindlich.

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