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15.10.2017

Grippewelle 2017/2018 lässt noch auf sich warten

In der Grippesaison 2017/2018 wurden bisher 33 Grippefälle bestätigt. Damit kann man noch nicht von einer Grippewelle sprechen. Anfang Oktober sind diese Zahlen noch im grünen Bereich.
Bislang erst 33 Grippefälle gemeldet: Noch ist keine Rede von einer Grippewelle

Bislang erst 33 Grippefälle gemeldet: Noch ist keine Rede von einer Grippewelle

Husten, Schnupfen und Fieber: Momentan leiden viele Menschen in Deutschland an einem grippalen Infekt. Nach Daten des Robert Koch Instituts (RKI) handelt es sich dabei aber nicht um die echte Grippe, sondern lediglich um eine Erkältung. Gemeldete Atemwegserkrankungen werden demnach am häufigsten durch Rhinoviren ausgelöst. Die echte Grippe wurde dagegen bis zum 10. Oktober nur in 33 Fällen bestätigt. Grundlage sind Laborbefunde, die Influenza A oder B nachgewiesen haben. Laut der Arbeitsgemeinschaft Influenza am RKI sind diese Zahlen im Oktober normal. Von einer echten Grippewelle kann man also noch nicht sprechen. Momentan ist noch unklar, wie heftig die Grippesaison diesen Winter ausfallen wird.

Mehr als 21.000 Todesfälle im Winter 2014/2015

Die letzte Grippewelle im Winter 2016/2017 begann erst in der 51. Kalenderwoche, also kurz vor Weihnachten, und endete Mitte März. Der Höhepunkt war Anfang Februar 2017. Influenza A H3N2-Viren dominierten von Beginn an die letzte Grippewelle, bei der über 110.000 Menschen erkrankten und rund 660 Menschen starben. Im Vergleich zur Grippesaison 2014/2015 waren diese recht hohen Zahlen  aber noch moderat. Damals starben mehr als 21.000 Menschen in Deutschland an der Grippe - der höchste Wert seit der Grippewelle 1995/96.

 

Grippeschutz durch Impfung zu selten genutzt

Die Grippe wird hierzulande immer noch unterschätzt. Laut RKI sind die Impfquoten viel zu niedrig. Selbst Risikogruppen lassen sich zu selten impfen. Nur 36,7 Prozent der älteren Menschen ließen sich beispielsweise in der Grippesaison 2014/2015 gegen Grippe impfen. Die WHO empfiehlt dagegen eine Impfrate von 75 Prozent in dieser Altersgruppe.

Empfohlen wird die Grippeimpfung darüber hinaus auch chronisch Kranken, Schwangeren und medizinischem Personal. Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem wird die Impfung empfohlen. Obwohl der Impfschutz nicht 100 Prozent beträgt, ist die Grippeimpfung der beste Grippeschutz. 

Autor: ham
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin
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