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Grippewelle 2017/2018 hat Höhepunkt überschritten

Mehr als 300.000 Grippefälle und knapp 1.000 Grippetote: Deutschland ist in der Saison 2017/2018 besonders hart von der Grippewelle getroffen worden. Der Höhepunkt scheint jedoch überschritten zu sein.
Heftige Bilanz: Die Grippe hat in der Saison 2017/2018 fast 1.000 Menschen das Leben gekostet

Heftige Bilanz: Die Grippe hat in der Saison 2017/2018 fast 1.000 Menschen das Leben gekostet

Mehr als 300.000 Menschen haben sich in dieser Saison mit Grippe angesteckt. Davon sind rund 1.000 Patienten nachweislich an der Grippe gestorben. Das geht aus aktuellen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut hervor. Mit dieser Bilanz war Deutschland in der Saison 2017/2018 besonders stark von der Grippewelle betroffen. Begonnen hat sie in der 52. Kalenderwoche 2017, also im Dezember.

Der Höhepunkt der Grippewelle ist jedoch überschritten, wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza meldet.  Aktuell ist am stärksten noch der Osten Deutschlands betroffen. Hier wurden in der letzten Woche (12. KW) 11.358 Grippefälle nachgewiesen, in gesamt Deutschland waren es 26.542. Zwei Wochen zuvor steckten sich bundesweit noch 54.190 Menschen mit der Grippe an. Die 10. KW war demnach der Höhepunkt der Grippesaison.

Vermutlich mehr Grippetote als gemeldet

Allerdings ist die Dunkelziffer hoch. Bei vielen Grippekranken wird das Grippevirus nicht nachgewiesen, ebenso schwierig ist es, die Todesursache eindeutig der Grippeerkrankung zuzuordnen.

Influenza B-Viren (mit 99 % aus der Yamagata-Linie) sind mit 70 Prozent die am häufigsten identifizierten Influenzaviren, gefolgt von Influenza AH1N1pdm09-Viren mit 27 Prozent und Influenza AH3N2-Viren mit 3 Prozent.

Neue Impfempfehlung der STIKO kam zu spät

Da der für diese Saison empfohlen Grippeimpfstoff ausgerechnet nicht Influenza B-Viren aus der Yamagata-Linie abdeckt, hatte die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut im Januar seine Impfempfehlung geändert und den Vierfachimpfstoff empfohlen. Für viele Menschen in Deutschland dürfte diese Empfehlung zu spät gekommen sein. Die Impfung steht schon ab September zur Verfügung und die meisten Menschen lassen sich schon im Herbst gegen Grippe impfen.

Zudem ist die Grippeimpfung hierzulande nicht gerade populär. Gerade bei älteren Menschen und Mitarbeitern des Gesundheitssystems, denen die Grippeimpfung ausdrücklich empfohlen wird, gibt es große Impflücken.

Ganz Europa war in dieser Saison von einer heftigen Grippewelle heimgesucht. Deutschland nimmt  nach Luxemburg einen Spitzenplatz ein.

Foto: unpict/fotolia.com

Autor: ham
Hauptkategorien: Berlin , Gesundheitspolitik , Medizin
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