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Grippe-Welle: Auch junge Erwachsene erkranken schwer

Freitag, 12. Februar 2016 – Autor:
In Europa dauert die Grippe-Welle an: Die 2015/2016 kursierenden Influenza-Viren führen auch bei jüngeren Erwachsenen und ansonsten gesunden Menschen mittleren Alters zu schweren Kranheitsverläufen. Das berichtet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).
Die Grippe-Welle dauert noch an

In dieser Grippe-Saison erkranken auch junge Erwachsene schwer – Foto: Sven Vietense - Fotolia

61 Prozent der schwererkrankten Patienten waren zwischen 15 und 64 Jahre alt, heißt es in einer ECDC-Mitteilung. Verantwortlich ist as A(H1N1)pdm09-Virus, das umgangssprachlich auch Schweinegrippe-Virus genannt wird und seit 2009 im Umlauf ist. Mit 72 Prozent der Fälle dominiert das A(H1N1)-Virus bislang auch in Deutschland.

In der Grippe-Saison 2014/2015 war das A(H3N2)-Virus vorherrschend, an dem vor allem ältere Menschen erkranken. In dieser Saison machte es erst 6 Prozent der gemeldeten Fälle aus. Zugleich kursieren mehr Influenza-Viren vom Typ B/Victoria, die in dem üblichen Dreier-Impfstoff nicht enthalten sind. Der Schutz durch eine vorsorgliche Grippeimpfung fällt damit wieder einmal geringer aus als erhofft.

Grippe-Welle: B-Viren können noch für mehr Erkrankungen sorgen

Zudem nehmen die B-Viren häufiger erst gegen Ende der Grippe-Saison zu, so dass sie noch für eine höhere Rate an Erkrankungsfällen sorgen könnten. Bislang liegt ihr Anteil bei 22 Prozent, heißt es beim Robert Koch-Institut (RKI). Die teureren Vierer-Impfstoffe decken diesen Viren-Stamm ab.

Seit dem Auftreten der ersten Grippe-Fälle in Deutschland im Oktober 2015 wurden insgesamt 7.294 labordiagnostisch bestätigte Influenza-Infektionen an das RKI übermittelt. In 22 Prozent der Fälle mussten die Patienten ins Krankenhaus. Bislang gab es 17 Todesfälle.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt die Grippe-Impfung für alle Personen ab 60 Jahren, für Schwangere, für Personen, die bereits an Grunderkrankungen leiden sowie für Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen und medizinisches Personal.

Foto:Sven Vietense

 
 

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