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Grippe-Welle 2017/2018: Patienten mit mehreren Virus-Typen infiziert

Die Zahl der Grippe-Fälle ist im Vergleich zur Vorwoche weiter gestiegen. Bislang wurden insgesamt 119.533 Fälle seit Herbst 2017 an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet.
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Die Grippewelle ist auf dem Höhepunkt. 17 Prozent der Patienten mussten deswegen ins Krankenhaus

Diee Zahl der Grippe-Fälle hat im Vergleich zur Vorwoche weiter zugenommen. Bis zum 23. Februar wurden 35.284 labordiagnostisch bestätigte Influenza-Fälle an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Damit sind es insgesamt 119.533 Fälle seit Herbst 2017. In allen Regionen Deutschlands ist die Influenza-Aktivität stark erhöht.

Influenza B-Viren (zu 99 Prozent aus der Yamagata-Linie) sind mit 75 Prozent die am häufigsten identifizierten Influenzaviren, gefolgt von Influenza A(H1N1)pdm09-Viren (22 Prozent) und Influenza A(H3N2)-Viren (3 Prozent).

Kinder erkranken an anderen Virustypen als Erwachsene

In dieser Saison ist in einzelnen Altersgruppen ein unterschiedlich hoher Anteil der jeweils zirkulierenden Influenzavirustypen zu beobachten: Bei Kindern werden anteilig deutlich mehr InfluenzaA(H1N1)pdm09-Viren als bei Erwachsenen detektiert. Bei den Todesfällen, die mit Influenzainfektion an das RKI übermittelt wurden, wurde bei den Fällen unter 60 Jahren in 53 Prozent als Erreger Influenza A oder Influenza A(H1N1)pdm09 angegeben.

Insgesamt gab es 53 Ausbrüche in Krankenhäusern, 45 in Kindergärten, 29 in Schulen, 17 in Alten- oder Pflegeheimen, 14 in Reha-Einrichtungen, jeweils sechs in Betreuungseinrichtungen sowie privaten Haushalten, fünf in medizinischen Behandlungseinrichtungen, vier in Wohnheimen sowie 53 Ausbrüche ohne Angabe zum Infektionsumfeld.

 

Grippe-Welle 2017/2018: Einige Patienten mit mehreren Virus-Typen infiziert

Die Schwere der Grippewelle 2017/2018 lässt sich aber erst nach Saisonende unter Berücksichtigung der weiteren Datenquellen bewerten. Während die Werte in der Altersgruppe der 0- bis 4-Jährigen stabil geblieben sind, sind sie in allen Altersgruppen ab 5 Jahren gestiegen. Der höchste Anstieg im Vergleich zur Vorwoche war mit 28 Prozent in der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen zu verzeichnen. In insgesamt 17 Prozent der Fälle mussten die Influenza-Patienten ins Krankenhaus.

Unter den Erkrankungen gab es 14 Doppelinfektionen, darunter zwei Proben mit jeweils Influenza A(H1N1)pdm09- und Influenza B-Viren und drei Proben mit Influenza B- und RS-Viren. Bei zwei Patienten wurde eine Dreifach-Imfektionen wurden detektiert, darunter eine Probe mit A(H1N1)pdm09-, H3N2- und B-Viren.