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Grippe oder Erkältung? Das ist der Unterschied

Die Grippewelle ist in Deutschland angekommen. An diesen Symptomen erkennt man den Unterschied zwischen einer echten Grippe und einer normalen Erkältung.
Grippe setzt plötzlich und heftig ein. Das Fieberthermometer steigt auf mindestens 38,5 Grad

Grippe setzt plötzlich und heftig ein. Das Fieberthermometer steigt auf mindestens 38,5 Grad

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – das sind die Symptome eines grippalen Infekts. Grippaler Infekt bedeutete jedoch nicht Grippe, sondern Erkältung. Der Volksmund ist hier ungenau und viele Menschen tun sich schwer, beide Krankheiten auseinanderzuhalten. Der grundlegende Unterschied zwischen einer Grippe und einer Erkältung besteht zunächst in der Art der auslösenden Viren. Eine echte Grippe entsteht durch die Ansteckung mit Influenzaviren, darum auch Influenza. Eine Erkältung wird dagegen von Rhinoviren ausgelöst. Diese Viren sind viel weniger gefährlich als die Grippeviren. Klarheit schafft letztlich nur eine Laboruntersuchung. Es gibt jedoch einige Anzeichen, die typisch für die echte Grippe sind.

Plötzlich und heftig

Erstes Anzeichen: Eine Grippe setzt ganz plötzlich und heftig ein. Innerhalb weniger Stunden entwickelt der Patient ein schweres Krankheitsgefühl. Das Atmen wird schwer, die Beine fühlen sich wie Blei an. Oft kommen rote Augen und ein Reizhusten dazu. Fieber und Schüttelfrost sind weitere Symptome. Grippeviren greifen die Zellen der Atemwege an. Schlimmstenfalls kann das zu einer Lungenentzündung führen. Bei alten und immungeschwächten Personen kann die Grippe einen dramatischen Verlauf nehmen und sogar tödlich enden. Eine Erkältung beginnt dagegen eher schleichend. Schnupfen und eine laufende Nase kennzeichnen die Erkältungskrankheit. Bei der echten Grippe sind diese Symptome dagegen eher selten.

 

Langzeitfolgen

Eine Erkältung ist in der Regel spätestens nach 14 Tagen überstanden. Auch die schweren Grippesymptome sind nach dieser Zeit in der Regel verschwunden. Jedoch kann die Erholung Wochen und Monate dauern. Der Patient fühlt sich noch lange abgeschlagen, nicht leistungsfähig und oft auch depressiv. Grund ist, dass die Grippeviren das Immunsystem angreifen. 

Grippe ist eine meldepflichtige Erkrankung. Stellt der Arzt über eine Laboruntersuchung eine Influenza A oder B fest, muss er diesen Fund an das zuständige Gesundheitsamt weiterleiten. Das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet, dass die Grippewelle 2017/2018 bereits in der 52. Kalenderwoche begonnen hat, also in der Wochen nach Weihnachten. Fast 4.000 Fälle wurden seither gemeldet. Mit 59 Prozent wurden am häufigsten Influenza-B-Viren der Yamagata-Linie nachgewiesen. Menschen über 59 sind laut RKI besonders stark betroffen. Elf Todesfälle wurden bereits registriert.

Experten raten dringend zu einer Grippeimpfung. Auch jetzt sei die Maßnahme noch nicht zu spät. 

Autor: ham
Hauptkategorien: Medizin , Gesundheitspolitik
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