. Grippe-Saion 2018/2019

Grippe-Impfung schützt vor Herzinfarkt

Die Grippe-Impfung schützt auch vor ernsthaften Folgeerkrankungen. So beugt sie einem Herzinfarkt ähnlich wirksam vor wie ein Rauch-Stopp oder die Einnahme von Cholesterin- und Blutdrucksenkern.
grippeschutzimpfung, grippeimpfung, grippe, influenza

Besonders ältere und kranke Menschen können von einer Grippeschutzimpfung profitieren

Die Grippe-Impfung schützt nicht nur vor der Grippe selbst, sondern senkt auch das Risiko von ernsthaften Folgeerkrankungen. So hat sie für die Prävention des Herzinfarkts ähnliche Effekte wie ein Rauch-Stopp oder die Einnahme von Cholesterin- und Blutdrucksenkern.

Aus diesem Grund sollten sich vor allem Patienten mit Herzleiden oder anderen chronischen Erkrankungen sowie Menschen ab 60 Jahren gegen Influenza impfen lassen. Das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) in einer Mitteilung.

Grippewelle in Saison 2017/2018 fiel ungewöhnlich stark aus

Die diesjährige Grippe-Saison hat bereits begonnen: Bis zur 42. Kalenderwoche wurden 26 Fälle gemeldet, 81 Prozent dieser Patienten lagen im Krankenhaus. Die Zahl der Infektionen steigt dann meist zu Beginn des neuen Jahres sprunghaft an. Die beste Zeit für die Impfung gegen Influenza sind daher die Monate Oktober und November. Denn bis der Immunschutz vollständig aufgebaut ist, vergehen etwa 14 Tage.

In der Saison 2017/2018 ist die Grippewelle mit 334.000 bestätigten Fällen ungewöhnlich stark ausgefallen. Dies zeigt sich auch in der Auswertung der sogenannten "Übersterblichkeit" im Zeitraum der Grippewelle, die das Robert Koch-Institut für den Raum Berlin ausgewertet hat: Demnach kam es allein in der Hauptstadt während der letzten Grippewelle zu 1.100 zusätzlichen Todesfällen.

 

Grippe-Impfung schützt vor Herzinfarkt

Ältere Menschen und chronisch Kranke sind besonders gefährdet, schwere oder sogar tödliche Verläufe der Influenza zu erleiden. Zu den gefürchteten Komplikationen gehören Entzündungen des Herzmuskels oder des Gehirns - auch junge Menschen ohne Vorerkrankungen kann dies betreffen.

Weniger bekannt ist der Zusammenhang zwischen der Influenza und dem Auftreten von Herzinfarkten: Influenzaviren können das Herz-Kreislauf-System schädigen und erhöhen damit besonders bei Menschen mit chronischen Herzleiden das Risiko, einen Infarkt zu erleiden. Das bedeutet: Die Grippe-Impfung schützt vor Herzinfarkt

Grippe-Impfung gerade für Herz-Patienten wichtig

Die Impfung gegen Influenza sollte daher gerade bei Herzpatienten ein wesentlicher und selbstverständlicher Bestandteil der Vorsorge sein - dennoch sind die Impfraten bei Risikopatienten nach wie vor niedrig, sagt Prof Gerd Fätkenheuer, Leiter der Infektiologie an der Uniklinik Köln und Vorsitzender der DGI.

Auch Menschen, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, profitieren von der Impfung. Bei Betroffenen, die nach der Infarktbehandlung gegen Influenza geimpft werden, treten seltener kardiovaskuläre Todesfälle ein als bei Nicht-Geimpften - in einer Untersuchung betrug dieser Unterschied zwei gegenüber acht Prozent nach einem Beobachtungszeitraum von sechs Monaten.

Ab sofort kommt ein Vierfach-Impfstoff gegen Grippe zum Einsatz

Die Schwere der vergangenen Grippewelle lässt sich unter anderem auf einen nur begrenzt wirksamen Impfstoff zurückführen: Er enthielt drei verschiedene Virus-Stämme. Der Großteil der Erkrankungen wurde jedoch von einer im Impfstoff nicht enthaltenen Variante des Influenza B-Virus ausgelöst.

In diesem Jahr empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut einen Vierfachimpfstoff, der nun auch von den Kassen erstattet wird. "Mit der Impfung gegen vier statt drei verschiedene Viren-Stämme können in der kommenden Saison aller Voraussicht nach deutlich mehr Erkrankungen verhindert werden", so Fätkenheuer.

Foto: auremar/fotolia.com

Autor: bab
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Grippeschutzimpfung
 

Weitere Nachrichten zum Thema Grippe-Impfung

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Wer Kinder hat, lebt länger als Kinderlose. Eine Adoption wirkt sich sogar noch stärker auf die Lebenserwartung aus. Eine neue Untersuchung, ist nun den Gründen nachgegangen.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Restaurant „Altes Zollhaus“, Carl-Herz-Ufer 30, 10961 Berlin

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin Mehrzweckraum, EG
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Senioren fühlen sich heute jünger als früher – und sind es Studien zufolge auch. Doch woran liegt das und was bedeutet Alter heute überhaupt? Über diese und andere Fragen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem renommierten Alternspsychologen Prof. Dr. Hans-Werner Wahl gesprochen.
Das massenhafte Auftreten des Eichenprozessionsspinners hat in diesem Jahr bei besonders vielen Menschen zu allergischen Reaktionen der Haut führt. Die giftigen Brennhaare der Raupen können aber auch sprichwörtlich ins Auge gehen. Am Universitätsklinikum Münster mussten diese Woche sechs Menschen am Auge operiert werden. Dr. Lamis Baydoun, Oberärztin der UKM-Augenklinik, berichtet, was vorgefallen ist.