. Herz-Untersuchungen

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Bald könnte es eine Alternative zur Herzkatheter-Untersuchung geben. Eine Studie des Instituts für Radiologie am Campus Mitte der Charité - Universitätsmedizin Berlin hat gezeigt, dass moderne Computertomographie-Geräte (CT) für die Diagnose von Verengungen der Herzkranzarterien ebenso geeignet sind.
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Foto: © sassi/PIXELIO

 

 

Für viele Patienten ist das eine gute Nachricht, denn die herkömmliche Herzkatheter-Untersuchung ist ein invasiver Eingriff, bei dem ein dünner Schlauch durch eine Arterie von der Leiste bis in Herz geschoben wird. Dies erzeugt oft beträchtliches Unbehagen und ist nicht ohne Risiko.

"Wir haben festgestellt, dass sich behandlungsbedürftige Verengungen im CT ähnlich exakt erkennen lassen, wie mit dem Herzkatheter", resümiert Studienkoordinator Privatdozent Dr. Marc Dewey. Diese Verengungen, auch als koronare Herzkrankheit bekannt, sind in Amerika und Mitteleuropa die häufigste Todesursache.

Bei der Computertomographie rechnet ein Computer aus verschiedenen Richtungen aufgenommene Röntgenaufnahmen zu einem dreidimensionalen Bild zusammen. Um das zu ermöglichen, wird den Patienten vorher ein Röntgen-Kontrastmittel gespritzt. Bei herkömmlichen CT-Geräten ist die Strahlenbelastung dabei relativ hoch. Das Team von der Charité erzielte seine Ergebnisse jedoch mit einem modernen 320-Schicht-CT. Dieses grenzt den zu untersuchenden Bereich exakter ein und vermeidet überlappende Aufnahmen. Dadurch wird die Strahlenbelastung um bis zu 75 Prozent reduziert.

Insgesamt 30 Patienten mit Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit wurden im Jahr 2008 untersucht und die Ergebnisse beider Methoden verglichen. "Die Patienten in der Studie empfanden die Computertomographie als angenehmer und schmerzärmer", berichtet Dewey. Sie dauerte ausserdem nur gut zwanzig Minuten, während die Herzkatheter-Untersuchung bis zu einer Stunde in Anspruch nahm. Bei vergleichbarer Genauigkeit bestehen daher grosse Vorteile in der Diagnose mit den modernen CT. Um die bisherigen Ergebnisse zu untermauern, plant das Institut für Radiologie gemeinsam mit Universitätskliniken in den USA, Japan, Brasilien und Kanada eine mehrjährige Anschlussstudie mit mehr als 400 Patienten.

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