. Studie von PwC

Gesundheitswirtschaft ist in Europa top

Gesundheitswirtschaftsunternehmen liegen in Deutschland und Europa ganz weit vorn: Sie verzeichneten laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) verzeichneten sie im vergangenen Jahr den größten Zuwachs.

Top in der Wirtschaft: Die Pharmaindustrie!

Die Marktkapitalisierung nahm in dieser Branche in den Top 100 im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent zu. Wie kaum eine andere profitiere diese Branche von der demographischen Entwicklung und der steigenden Nachfrage der älter werdenden Bevölkerung nach medizinischen Produkten und Dienstleistungen.

 „Die Ursache steigender Börsenwerte hängt unseres Erachtens aber auch mit den Neuausrichtungen der Großunternehmen zusammen. Wir beobachten Käufe und Verkäufe von einzelnen Unternehmenssparten, was zum einen der Ergänzung und zum anderen der Fokussierung dient", sagt Michael Burkhart, Partner und Leiter des Geschäftsbereichs Gesundheitswesen und Pharma bei PwC in Deutschland.

Sieben der 20. größten europäischen Unternehmen verdienen ihr Geld in der Gesundheitsbranche

Gleich sieben der 20 größten europäischen Unternehmen stammen laut Studie aus dem Healthcare- und Pharma-Sektor. Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche ist europaweit die Nummer eins mit einer Marktkapitalisierung von 202 Milliarden Euro, knapp gefolgt von Novartis mit 200 Milliarden Euro. Den dritten Rang belegt ebenfalls ein Schweizer Unternehmer: Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé kommt auf eine Marktkapitalisierung von 188 Milliarden Euro.

Bayer führt die Liste der deutschen Top-Unternehmen an

In Deutschland führt laut PwC-Studie mit Bayer ebenfalls ein Unternehmen aus der Healthcare- und Pharma-Branche die Liste der 100 wertvollsten Unternehmen an. Der Leverkusener Konzern konnte seinen Marktwert im Vergleich zu 2013 um 20 Milliarden Euro auf 93 Milliarden Euro steigern. Damit hält der Aufwärtstrend seit 2008 an: "Unternehmen aus dem Bereich Healthcare und Pharma, Automotive sowie Technologie, Medien und Telekommunikation sind deutlich mehr wert als vor Ausbruch der Finanzkrise", erklärt Nadja Picard, Partnerin und Leiterin des Bereichs Capital Markets bei PwC Deutschland.

Insgesamt konnten die 100 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland ihren Marktwert seit 2008 um 23 Prozent steigern. Deutschland geht wirtschaftlich gestärkt aus der Finanzkrise hervor: Waren 2008 insgesamt 14 Unternehmen unter den Top 100 der europäischen Unternehmen vertreten, sind es aktuell 18. Nach Bayer sind Volkswagen (81 Mrd. Euro), Siemens (79 Mrd. Euro), SAP (67 Mrd. Euro) und Daimler (66 Mrd. Euro) die wertvollsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Damit belegt Deutschland nach Großbritannien mit 23 Unternehmen den zweiten Rang. Frankreich landet mit 17 Unternehmen in den Top 100 auf dem dritten Platz in Europa.

Foto: Fotolia

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorie: Demografischer Wandel

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