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03.08.2021

Gesundheitsministerkonferenz beschließt Impfung von Kindern und Drittimpfungen für Erwachsene

Ab September sollen auch Kinder zwischen 12 und 17 Jahren gegen das Coronavirus flächendeckend geimpft werden können. Erwachsene sollen eine dritte Auffrischungsimpfung angeboten bekommen. Das hat die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am Montag beschlossen.
Auffrischungsimpfungen und flächendeckende Impfangebote für Kinder kommen ab September

Auffrischungsimpfungen und flächendeckende Impfangebote für Kinder kommen ab September

Nach einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) sollen ab September alle Kinder zwischen 12 und 17 Jahren in Deutschland ein Impfangebot bekommen. Zudem sollen Erwachsene eine dritte Auffrischungsimpfung angeboten bekommen.

Die Impfung von Kindern und Jugendlichen soll nach einer ärztlichen Aufklärung und einer Zustimmung der Sorgeberechtigten von Impfzentren sowie niedergelassenen Ärzten durchgeführt werden können, hieß es. 

mRNA-Impfung für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen, aber umstritten

Zudem haben die Länder zugestimmt, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Universitäten und Berufsschulen deutschlandweit strukturierte, niedrigschwellige Angebote zu machen, was teilweise schon in einigen Ländern geschieht. Darüber hinaus können Kindern niedrigschwellige Angebote gemacht werden. „Das ist ein Baustein, um einen sichereren Start in den Lehr- und Lernbetrieb nach den Sommerferien zu ermöglichen. Impfzentren, Ärzte und Betriebsärzte stehen bereit“, sagte der GMK-Vorsitzende und bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Montag in München.

mRNA-Impfstoffe sind in Europa für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung derzeit nur für besondere Risikogruppen, da aus ihrer Sicht noch nicht genügend Daten für diese Altersgruppe vorliegen. Dem politischen Druck will die STIKO nicht nachgeben und ihre Empfehlung erst dann ändern, wenn die Datenlage zeigt, dass Kinder mehr Nutzen als Schaden von der Impfung haben. Bei dieser Abwägung spielt auch eine Rolle, dass das Coronavirus für Kinder in der Regel nicht gefährlich ist, die Impfung aber Nebenwirkungen wie eine Herzmuskelentzündung verursachen kann.

 

Auffrischungsimpfung zunächst für Pflegebedürftige, Hochaltrige und Immungeschwächte

In einem weiteren Beschluss haben sich die Gesundheitsminister der Länder für Corona-Auffrischungsimpfungen ab September ausgesprochen. Die Drittimpfung soll zunächst in Pflegeeinrichtungen und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen angeboten werden, etwa durch mobile Impfteams aber auch durch niedergelassene Ärzte. Zudem können Hochbetagte, Pflegebedürftige und Personen mit Immunschwäche eine Auffrischungsimpfung von ihrem Arzt bekommen.

Dabei sollen ausschließlich mRNA-Impfstoffe zum Einsatz kommen. Es spiele es keine Rolle, mit welchem Impfstoff man vorher geimpft worden sei, betonte Holetschek. „Auch allen, die mit den Impfstoffen von Astrazeneca oder Johnson&Johnson mindestens einmal geimpft worden sind, soll ab September eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten werden“, so der Minister.

Foto: © Adobe Stock/ Bihlmayerfotografie

Autor: ham
Hauptkategorien: Corona , Medizin , Gesundheitspolitik
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