. Weltnichtrauchertag 2014

Gesundheit ist Top Grund gegen das Rauchen

Rauchen ist teuer und schadet der Gesundheit. Das weiß auch die Mehrheit der Raucher. Trotzdem schaffen es nur die wenigsten, mit dem Rauchen aufzuhören.
Gesundheit ist Top Grund gegen das Rauchen

Die 18- bis 29-Jährigen sind die größte Gruppe der Raucher

Anlässlich des Weltnichtrauchertags weisen Gesundheitsorganisationen auf die Gefahren des Rauchens hin. Rauchen erhöht das Risiko für Krebs und Herzkreislauf- und Gefäßerkrankungen. Einer Umfrage der online-Plattform deals zufolge sehen 80 Prozent der Raucher Gesundheit als wichtigsten Grund mit dem Rauchen aufzuhören, gefolgt vom Geld 66 Prozent. Allerdings schaffen es die meisten trotz guter Vorsätze nicht, dauerhaft aufzuhören. Nur jeder zehnte Raucher gibt an, es jederzeit zu können. Die Hauptgründe für das Scheitern sind das Verlangen nach einer Zigarette und erhöhte Reizbarkeit, mehr als jeder Vierte fürchtet außerdem eine Gewichtszunahme. Jeder Fünfte würde die kleinen Pausen am Arbeitsplatz zu sehr vermissen.

100 Euro im Monat für Zigaretten

Wie die Umfrage weiter ermittelt hat, gibt ein Raucher durchschnittlich pro Monat 100 Euro fürs Rauchen aus. Jeder zweite Raucher findet das zu teuer und jeder vierte (24 Prozent) gibt zu, ihm fehle dieses Geld regelmäßig an anderer Stelle.

Nichtsdestotrotz ist das Rauchen gerade in unteren Einkommensschichten besonders beliebt. Der Deutsche Gesundheitsmonitor des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller (BAH) zeigt, dass 23 Prozent der Befragten mit geringem Haushaltseinkommen (bis 1.500 Euro) regelmäßig rauchen. Bei den Befragten mit hohem Haushaltseinkommen (ab 4.001 Euro) sind es dagegen nur 15 Prozent. Unterschiede gibt es auch beim Alter der Befragten und ihrem Tabakkonsum. So liegt der Anteil derjenigen, die regelmäßig oder gelegentlich rauchen, bei den 18- bis 29-Jährigen am höchsten. Mit zunehmendem Alter sinkt dann der Anteil der Raucher.

Nichtraucher fühlen sich wohler

Aus dem Gesundheitsmonitor mit insgesamt 4.000 Befragten geht zudem hervor, dass trotz des Rauchverbots in Gaststätten noch immer 28 Prozent der Deutschen regelmäßig oder gelegentlich zur Zigarette greifen, Männer übrigens öfter als Frauen. Die anlässlich des Weltnichtrauchertages veröffentlichten Daten zeigen darüber hinaus, dass Nichtraucher – im Gegensatz zu Tabakkonsumenten – ein vergleichsweise höheres Gesundheits- und Wohlempfinden haben.

Foto: © Edyta Pawlowska - Fotolia.com

Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Rauchen , Rauchausstieg

Weitere Nachrichten zum Thema Rauchen

| Jeden Tag sterben in Deutschland 300 Menschen am Rauchen. Damit geht jeder siebte vorzeitige Todesfall auf Tabakgenuss zurück. Diese und andere erschreckende Zahlen hat jetzt eine Studie ermittelt.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
. Weitere Nachrichten
Stress löst bei der Fruchtfliege (Drosophila melanogaster) einen depressionsartigen Zustand aus. Dieser ließ sich durch Lithium oder Zucker beheben. Dies ergab eine Studie von Neurobiologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Vom Hepatitis C Medikament Sovaldi ist eine Fälschung auf den deutschen Markt gelangt. Das BfArM warnt davor, die Tabletten einzunehmen. Patienten können die Fälschung leicht erkennen: Die Filmtabletten sind weiß statt gelb.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender

KommRum e.V., Schnackenburgstr. 4, 12159 Berlin-Friedenau
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.
Kinder, Job – und Reha? Mit der „Berufsbegleitenden Rehabilitation“ passt alles unter einen Hut, meint Christoph Gensch von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Im Interview verrät der Reha-Experte, was es mit dem neuen Modellprojekt auf sich hat.