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Gesundes Arbeitsklima: 10 Tipps für gute Mitarbeitergespräche

Mitarbeitergespräche sind für Führungskräfte aufwendig. Doch wer die Gespräche gekonnt führt, kann damit sein Betriebsklima verbessern und den Zusammenhalt im Team nachhaltig stärken. Das nützt langfristig auch der Gesundheit der Mitarbeiter.
Mitarbeitergespräche, Unternehmenskultur

Ein gutes Betriebsklima nützt Vorgesetzten und Mitarbeitern - und kann auch die Gesundheit schützen

Studien zeigen, dass Anerkennung für den eigenen Arbeitseinsatz die Motivation von Mitarbeitern steigert und sogar vor einem Burnout schützen kann. Dabei ist die Mitarbeiterzufriedenheit weniger von der Bezahlung als mehr vom Verhältnis zu den Vorgesetzten sowie zu den Kollegen abhängig. Um das gute Klima zu erhalten, ist es jedoch wichtig, regelmäßig, das heißt mindestens einmal im Jahr, das Gespräch mit den Mitarbeitern zu suchen. Das stärkt das Miteinander und sorgt für ein gesundes Betriebsklima, wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) im Rahmen der Präventionskampagne „kommmitmensch“ betont. Die Kampagne wurde von den Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und ihrem Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ins Leben gerufen. Sie unterstützt Unternehmen und Bildungseinrichtungen dabei, eine Präventionskultur zu entwickeln, in der Sicherheit und Gesundheit Grundlage allen Handelns sind.

Regeln für konstruktive Mitarbeitergespräche

Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen geben Führungskräften folgende Tipps für gute und zielorientierte Gespräche, die sowohl den Mitarbeitern als auch dem Unternehmen nutzen:

  • Sorgen Sie für einen angenehmen Rahmen. Ein Mitarbeitergespräch sollte in Ruhe geführt werden. Dazu gehört auch die Regel: Handy ausschalten! 
  • Respektvoller Umgang. Die Frage nach dem Befinden und das Anbieten eines Getränks sollten selbstverständlich sein. Der Zeitrahmen sollte ausreichend, aber auch klar begrenzt sein.
  • Seien Sie authentisch! In der Hektik des Alltags kann es passieren, dass es zu Missverständnissen kommt oder auch mal der Ton nicht stimmt. Dies kann nun geklärt werden. Dabei gilt: Je authentischer Sie dabei sind, desto offener verläuft das Gespräch.
  • Kommen Sie zügig auf das zu sprechen, was Ihnen wichtig ist. Als Führungskraft wissen Sie, was im vergangenen Jahr besser oder schlechter gelaufen ist. Das sollte deutlich angesprochen werden.
  • Leiten Sie das Gespräch, indem Sie Fragen stellen. Der Redeanteil Ihres Gegenübers sollte etwa zwei Drittel betragen. Hören Sie interessiert zu, behalten Sie aber das Heft in der Hand.
  • Üben Sie konstruktive Kritik. Schildern Sie anhand von Beispielen aus dem Arbeitsalltag, wie Sie Ihren Mitarbeiter wahrnehmen. Machen Sie deutlich, wie sein Verhalten auf Sie wirkt. Leiten Sie daraus Ihre Wünsche für die Zukunft ab.
  • Finden Sie gemeinsame Wege. Besprechen Sie, wie beide Seiten Positives weiter fördern, Ziele im neuen Jahr angehen und Probleme lösen können Zeigen Sie sich offen für Vorschläge und zugleich verbindlich, was die Ergebnisse betrifft.
  • Keine Vermischung von Privatem und Beruflichen! Falls doch private Themen aufkommen, zum Beispiel eine besondere familiäre Belastung, versichern Sie sich explizit, ob Ihr Gegenüber darüber sprechen möchte.
  • Holen Sie sich Feedback ein. Nutzen Sie die Rückmeldungen Ihres Teams, um Ihr eigenes Führungsverhalten zu verbessern.
  • Halten Sie den Aufwand so gering wie möglich. Zwischen Ihnen und Ihren Beschäftigten sollte das gesprochene Wort als verbindlich gelten. Nur falls es eine Seite für sinnvoll hält, können einzelne Punkte schriftlich festgehalten und unterzeichnet werden.

Arbeitsklima wichtig für Gesundheit von Mitarbeitern

Wie stark die Unternehmenskultur sich auch auf die psychische Gesundheit von Mitarbeitern auswirkt, zeigen verschiedene Studien. Vor einiger Zeit hat die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung bestimmte Faktoren identifiziert, die bei Arbeitnehmern besonders großen Stress auslösen. Dazu gehörten unter anderem eine hohe Arbeitsintensität, geringe Handlungsspielräume, geringe soziale Unterstützung, geringe Wertschätzung (auch finanziell), Überstunden, Schichtarbeit, aggressives Verhalten am Arbeitsplatz sowie Arbeitsplatzunsicherheit.

Foto: © deagreez - Fotolia.com

Autor: anvo
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