. Besondere Bemühungen

Georg-Klemperer-Medaille verliehen

Sie haben sich um die ärztliche Versorgung der Bevölkerung und die Belange der Ärzteschaft besonders bemüht. Dafür wurden Dr. med. Maria Birnbaum und Professor Dr. med. Dr. h.c. Reinhard Kurth mit der Georg-Klemperer-Medaille der Ärztekammer Berlin ausgezeichnet. Die Medaillen wurden im Rahmen des Kammertages am 12. Juni 2010 verliehen.
Prof. Dr. Dr. Reinhard Kurth

Prof. Dr. Dr. Reinhard Kurth

Georg-Klemperer-Medaille

Mit der Georg-Klemperer-Medaille werden Ärztinnen und Ärzte geehrt, die sich in herausragendem Masse um die Ärzteschaft und das Gesundheitswesen verdient gemacht haben. Positive und förderungswürdige ärztliche Eigenschaften wie Zivilcourage, wissenschaftlicher Weitblick und Aufgeschlossenheit für neue Ideen, aber auch soziales Engagement sollen damit gewürdigt werden.

 

Preisträgerin Dr. Birnbaum

Die Preisträgerin Dr. med. Maria Birnbaum (73), Internistin mit Schwerpunkt Nephrologie, gehört zu den Ostberliner Ärztinnen, die sich nach der Wende umfänglich berufspolitisch engagierten und die Ärztekammer Berlin seitdem massgeblich prägten. Bis zu ihrer Pensionierung war Maria Birnbaum Oberärztin an der Charité. Hauptschwerpunkt ihres Engagements war die ärztliche Weiterbildung. Über 18 Jahre lang war sie Vorsitzende des Weiterbildungsausschusses I. Zudem war sie Mitglied des bundesweiten Senats für ärztliche Fortbildung. Maria Birnbaum verabschiedete sich im Sommer 2008 aus diesen Bereichen der aktiven Berufspolitik und legte einen Teil ihrer Ämter nieder.

Prof. Reinhard Kurth

Professor Reinhard Kurth (67) leitete von 1996 bis 2008 das Robert Koch-Institut in Berlin. In seiner Funktion als RKI-Präsident verstand es der Virologe auch immer als seine Aufgabe, die breite Öffentlichkeit über Gesundheitsrisiken zu informieren, auch wenn des RKI aufgrund der gesetzlichen Vorgaben primär Fachöffentlichkeit und Politik berät.

Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz würdigte Kurth als dessen Laudator für seine Arbeit, die weit über die einer Bundesunterbehörde hinausging. Kurth habe "nicht qua Amt, sondern durch eine lebenslange Leistung bewiesen, dass er in wissenschaftlicher Genauigkeit, Ausdauer und Wertschätzung im Umgang nicht nur die Inhalte des Fachs der Virologie voranzubringen in der Lage war. "Er hat frühzeitig Verantwortung in Einrichtungen des Bundes übernommen und wesentlich zu deren soliden und hochwertigen Arbeit beigetragen".

Die Medaillen wurden im Rahmen des diesjährigen Kammertages am 12. Juni verliehen, der unter dem Motto "325 Jahre Medizinaledikt des Grossen Kurfürsten - Ärztekammer im Dienste der Allgemeinheit" stand. 

 

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