. Ernährung im Alter

Gemeinsam essen - Angebote für Senioren ausgezeichnet

Mit einem Bündel dezentraler Maßnahmen versucht Brandenburg die Strukturen im Flächenland an die Bedürfnisse von Senioren anzupassen. Zehn gute Projektbeispiele für Gemeinsames Essen im Alter wurden nun ausgezeichnet.
Senioren - Projekte - Gemeinsam essen

Gemeinsam essen ist gesünder.

Manchmal kann das Rezept für mehr Demografiefestigkeit in ländlichen Regionen ganz einfach sein. So schaffen etwa gemeinsame Mahlzeiten mehr Lebensqualität für Senioren. Davon ist Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) überzeugt. Gemeinsam zu essen, bringe Menschen zusammen und fördere das Zugehörigkeitsgefühl, so die Ministerin. Neue Kontakte und Aktivitäten könnten entstehen. „Das ist gut für die Gesundheit und den Erhalt der Lebensqualität und Selbstständigkeit im Alter. In Gemeinschaft alt zu werden, ist wichtiger für die Gesundheit als ein Apfel mehr oder weniger“, meint Golze.

Deshalb hat das „Bündnis Gesund Älter werden“ in Brandenburg unter dem Motto „Gemeinsam Essen im Alter“ Kommunen und Initiativen dazu aufgerufen, gute Beispiele einzureichen, die gesunde Mahlzeiten in Gemeinschaft mit älteren Menschen ermöglichen. 51 Initiativen haben am Wettbewerb teilgenommen und ihre Projekte vorgestellt.

Gemeinsam essen - "einfach aber wirksam"

Zehn herausragende Angebote hat die Landesministerin nun ausgezeichnet. So wird etwa im Nauener Ortsteil Wachow einmal monatlich ein Seniorenmittagstisch mit einem gemeinsamen Bewegungsangebot verbunden. In Templin kochen Seniorinnen gemeinsam mit Kindern einer Kindertagesstätte, und in Eggersdorf bei Straußberg kochen und essen Demenzkranke und ihre Angehörigen alle zwei Wochen gemeinsam.

„Das Rezept ist einfach, aber wirksam“, so Golze. Sie rief alle Organisationen, aber auch die Bürger dazu auf, sich zu informieren und weitere Angebote entstehen zu lassen. „Brandenburg ist besonders stark vom demografischen Wandel betroffen. Deshalb müssen wir nach neuen Wegen für die Versorgung der Menschen suchen – und uns auch auf alte Traditionen des nachbarschaftlichen Miteinanders zurückbesinnen“, meint Golze. Sie verweist darauf, dass das Flächenland rund um Berlin viele Initiativen habe. „Solche Nachbarschaftsangebote tragen dazu bei, die Lebensqualität im Land weiter zu erhöhen. Dafür braucht es Unterstützung durch die Politik, etwa indem Gemeinderäume zur Verfügung gestellt werden“, fordert die Landesministerin.

Bündnis sammelt Beispiele guter Praxis für Senioren

Dem „Bündnis Gesund Älter werden“ gehören 38 Verbände und Institutionen an, darunter Krankenkassen, Wohlfahrtsverbände, Seniorenräte, Wohnungswirtschaft, Hochschulen, der Landessportbund und die Landeskrankenhausgesellschaft. Das Bündnis wurde vom Brandenburgischen Gesundheitsministerium 2012 ins Leben gerufen, mit dem Ziel die Bedingungen für ein gesundes Älterwerden in Brandenburg zu verbessern.

Langfristig bearbeiten Arbeitsgruppen im Bündnis die drei Themenfelder Mundgesundheit, Gesundheitsförderung und Bewegung sowie Impfschutz. Daneben sucht das Bündnis immer wieder Best-Practise-Beispiele zu unterschiedlichen Themen. Zuletzt hat es im Jahr 2013 Beispiele guter Praxis für Bewegung, Beweglichkeit und Mobilität im Alter gesammelt.

Foto: contrastwerkstatt – fotolia.com

Hauptkategorie: Demografischer Wandel
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Demografie , Demografischer Wandel , Ernährung , Alter

Anzeige
 

Weitere Nachrichten zum Thema Gemeinsam essen

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Kognitive Defizite gelten im Alter in gewisser Weise als normal. Patienten mit Herzschwäche scheinen aber schon in jüngeren Jahren ein höheres Risiko für Gedächtnisstörungen zu haben. Eine aktuelle Studie bestätigt nun den Zusammenhang.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Praxis Dr. Becker, Wittenbergplatz 2, 10789 Berlin
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin, Konferenzraum1

St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin, Konferenzraum1
. Interviews
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.