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12.04.2021

Geimpfte bald von Test-Pflicht und Quarantäne-Pflicht befreit?

Das Bundesgesundheitsministerium denkt über neue Regelungen für Geimpfte nach. Danach könnte bei Reisen die Test-Pflicht entfallen. Und für Geimpfte nach einem Risiko-Kontakt keine Quarantäne-Pflicht mehr gelten.
Geimpfte und geimpfte Genesene müssen nach einem Risiko-Kontakt nicht mehr in häusliche Isolation

Das Bundesgesundheitsministerium denkt über neue Regelungen für Geimpfte nach. Danach könnte bei Reisen die Test-Pflicht entfallen. Nur wer aus einem Virusvariantengebiet kommt, muss sich weiterhin testen lassen. Außerdem könnte es für Geimpfte nach einem Risiko-Kontakt keine Quarantäne-Pflicht mehr geben.

Das empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) auch für Personen, die bereits eine PCR-bestätigte und symptomatische Covid-19-Erkrankung durchgemacht haben ("Genesene") und mit einer Impfstoffdosis geimpft sind.

Geimpfte bald von Test-Pflicht und Quarantäne-Pflicht befreit?

Bis zum 14. Tag nach dem Kontakt zu dem SARS-CoV-2-Fall sollte ein Selbstmonitoring (Körpertemperatur, Symptome) erfolgen. Entwickelt die Person trotz vorausgegangener Impfung Symptome, so muss sie sich in eine Selbstisolierung begeben und eine zeitnahe Testung veranlassen.

Dass Geimpfte bald von Test-Pflicht und Quarantäne-Pflicht befreit sind, wird nicht überall gelten.  Ausgenommen sind geimpfte Patienten in medizinischen Einrichtungen (Krankenhaus u.a.) sowie geimpfte Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen.

 

Geimpfte höchstwahrscheinlich nicht mehr ansteckend

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand sei das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen, heißt es beim RKI.

 

Auf Basis der bisher vorliegenden Daten sei davon auszugehen, dass die Viruslast bei Personen, die trotz Impfung mit SARS-CoV-2 infiziert werden, stark reduziert und die Virusausscheidung verkürzt ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person trotz vollständiger Impfung positiv getestet wird - und damit andere anstecken könnte  -, ist damit niedrig, aber nicht gleich Null, betont das RKI.

Impfung bietet bis zu 90 Prozent Schutz vor Infektion

Die Impfung hat eine hohe Schutzwirkung (mindestens 80 Prozent) gegen schweres Covid-19, unabhängig vom verwendeten Impfstoff (Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca). Die Impfung führt außerdem  zu einer deutlichen Reduktion der SARS-CoV-2-Infektionen (symptomatisch und asymptomatisch). Bei AstraZeneca liegt die Schutzwirkung bereits nach der 1. Dosis bei circa 65 Prozent, bei Biontech/Pfizer nach der 2. Dosis bei circa 90 Prozent.

Hygienemaßnahmen weiter einhalten

Da aber nicht auszuschließen sein, dass einige Menschen nach Kontakt mit dem Coronavirus trotz Impfung PCR-positiv werden und infektiöse Viren ausscheiden könnten, müssen die Infektionsschutzmaßnahmen forttlaufend eingehalten werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, auch nach der Impfung die allgemeinen Schutzmaßnahmen (Masken, Hygieneregeln, Abstandhalten, Lüften) anzuwenden.

Schnelltest sicherer bei Menschen mit Symptomen

Schnelltests sind bei Menschen mit Symptomen besser geeignet, Fälle von Covid-19 korrekt zu identifizieren als bei symptomlosen Personen. Auch darauf weist das RKI hin. Bei Personen mit Symptomen wurden im Durchschnitt 72 Prozent derjenigen, die Covid-19 hatten, korrekt als infiziert identifiziert. Bei Personen ohne Symptome identifizierten die Antigentests im Durchschnitt nur 58 Prozent der Infizierten richtig.

Foto: Adobe Stock/Dragana Gordic

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