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26.04.2021

Gegen bleibende Narben: Akne früh behandeln

Akne ist vor allem ein Problem von Jugendlichen. Etwa 15 Prozent der Betroffen behalten langfristig Spuren der Krankheit im Gesicht. Bleibende Narben lassen sich am besten verhindern, wenn Akne so früh es geht behandelt wird. Bei Narben kann die Medizin nur versuchen, das Hautbild zu verbessern.
Gesichtspartie eines Mädchens mit Akne-Pusteln und Narben

In der Pubertät will jeder und jeder schön sein. Doch genau in der Altersklasse der 15- bis 20-Jährigen kommen 80 Prozent der Aknefälle vor.

Mitesser, Pusteln, Knoten – im Gesicht, im Nacken, auf den oberen Partien von Brust und Rücken: dort, wo sie jeder sieht. All diese Rötungen sind Erscheiniungsformen von Akne, einer Hautkrankheit, die sich Talgdrüsen und im Haarbalg abspielt. Im Prinzip kann Akne in jedem Lebensalter auftreten. Das Maximum der Inzidenz liegt aber bei Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren. In der Mehrzahl der Fälle klingt die Krankheit nach der Pubertät spontan ab. Am bekanntesten und am meisten verbreitet ist die sogenannte gewöhnliche Akne. Sie wird verursacht durch Veränderungen im menschlichen Stoffwechsel, speziell: von „männlichen“ Sexualhormonen, die sich in den Körper von Jungen wie Mädchen bilden können. Etwa jeder fünfte Akne-Patient benötigt eine medikamentöse Therapie. Nach Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Dermatologie bleiben bei bis zu 15 Prozent der Betroffenen dauerhaft Narben zurück.

Kassen zahlen Behandlung von Akne-Narben meist nicht

„Es ist ratsam, eine akute Akne, bei der Entzündungen entstehen, die bis in tiefe Hautschichten eindringen können, frühzeitig optimal behandeln zu lassen“, schreiben die Gesundheitsexperten der „Apotheken Umschau“. Denn: „Es gibt bisher keine Methode, die die Haut wieder komplett herstellen kann“, sagte Uwe Paasch, Dermatologe an der Universität Leipzig, dem Kundenmagazin. Seien die Narben einmal da, bleibe der Medizin nur noch die Möglichkeit, das Hautbild zu verbessern. Da die Entfernung von Akne-Narben überwiegend aus ästhetischen Gründen erfolgt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten allerdings meist nicht.

 

Punktuelle Narbenbehandlung mit Laserstrahlen

Um die Akne wirksam zu behandeln, greifen Dermatologen auf Therapiemethoden zurück, die individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Als effektiv und relativ nebenwirkungsarm gelten sogenannte ablative (abtragende) fraktionierte Laser. Diese Technologie ist in die Leitlinie zur Behandlung von Akne-Narben aufgenommen worden. Die Laserenergie wird in bis zu sechs Behandlungen im Abstand von circa vier Wochen dabei nicht flächenhaft eingesetzt, sondern punktuell. Die Kosten betragen circa 200 Euro pro Sitzung.

Mit chemischen oder Fruchtsäure-Peelings gegen Narben

Bewährt haben sich auch chemische Peelings oder Fruchtsäure-Peelings, die die obersten Hautschichten lösen, so dass sich die Haut neu aufbauen kann. Mehrere Behandlungen sind notwendig, eine Sitzung kostet circa ab 100 Euro. Beim (Micro-)Needling werden der Haut kleine Nadelstiche verpasst, was die Neubildung von Zellen anregen soll. Hier fallen circa 80 bis 150 Euro pro Sitzung an. Generell gilt: Statt selbst zu experimentieren, gehören Narben in die Hände eines erfahrenen Dermatologen.

Foto: AdobeStock/frank29052515

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Hauptkategorie: Medizin
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