. Giftige Schmetterlingsraupe

Gefährliche Raupe: Eichenprozessionsspinner breitet sich aus

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Die Raupe des Schmetterlings kann beim Menschen toxische Reaktionen auslösen.
Gefährliche Raupe: Eichenprozessionsspinner breitet sich aus

Raupe des Eichenprozessionsspinner

Unauffällig sieht sie aus, die Raupe des Eichenprozessionsspinners. Doch ihre feinen Brennhaare können für den Menschen gefährlich sein. Sie enthalten ein Gift, das Hautreaktionen ähnlich Bremsen- oder Wespenstichen hervorrufen kann. Dafür muss man die Raupe nicht berühren. Es reicht, wenn der Wind die feinen Härchen abbricht, die dann durch die Luft fliegen und auf einen Menschen fallen können. Neben Hautreaktionen kann es zu Augenreizungen kommen. Werden die Härchen des Eichenprozessionsspinners eingeatmet, führt das zu starkem Husten oder asthmatischen Beschwerden. Noch in etwa zehn Metern Entfernung vom befallenen Baum kann man mit den Haaren der Raupe in Kontakt kommen. Einige Bereiche, in denen ein besonders starker Befall vorherrscht, sind bereits abgesperrt und mit Warnhinweisen versehen.

Betroffen vom Eichenprozessionsspinner

Nach Angaben des Julius-Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig sind insgesamt zehn Bundesländer betroffen, am stärksten Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. In diesem Jahr ist wieder mit einem starken Befall durch den Eichenprozessionsspinner zu rechnen, da sich die Tiere nach dem trocken-warmen Frühjahr besonders gut entwickeln. Immer häufiger, so JKI-Sprecherin Stefanie Hahn, seien nicht nur Eichenwälder, sondern auch urbane Wohn- und Erholungsgebiete betroffen. So treten die Tiere verstärkt in Parks, Gärten und auf Alleenbäumen auf. Anfang Mai schlüpfen die Raupen des Eichenprozessionsspinners, die ab dem dritten Larvenstadium dann die feinen, glasartigen Brennhaare entwickeln. Im Sommer verwandeln sie sich in einen ungefährlichen Schmetterling.

Was ist zu tun?

Um befallene Bäume sollte man am besten einen grossen Bogen machen. Dass ein Baum vom Eichenprozessionsspinner befallen ist, erkennt man daran, dass die Raupen in langen Reihen - wie in einer Prozession - am Stamm entlang kriechen. Auch die Nester sollte man auf keinen Fall berühren. Wer trotzdem mit den Härchen der Raupen in Berührung kommt, sollte bei starken Reaktionen am besten einen Arzt aufsuchen. Gegen die Hautbeschwerden helfen antientzündliche Salben mit Kortison.

Betroffene Landkreise haben das JKI aufgefordert, mit Pestiziden gegen die Schädlinge vorzugehen. Das muss allerdings vor dem dritten Larvenstadium der Tiere geschehen. Danach ist es nur noch möglich, die Nester abzusaugen. Das JKI weist darauf hin, dass dies nur durch spezialisierte Firmen geschehen kann. "Für diese Arbeiten sind vollständig abgeschlossenen Schutzanzüge und ein Atemschutz notwendig", warnt Instituts-Sprecherin Hahn. Auf keinen Fall sollte man versuchen, die Raupen oder ihre Nester beispielweise durch Wasser selbst zu entfernen. Die Brennhaare der Raupen würden sich so nur weiter verbreiten.

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