. Influenza-Saison 2016/2017

Für wen ist eine Grippeschutzimpfung wichtig?

Auch wenn es jedes Jahr wieder Diskussionen um den Impfstoff bei der Grippeschutzimpfung gibt: Die Impfung ist die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Influenza-Infektion. Darauf weist das Robert-Koch-Institut (RKI) hin.
Grippesaison 2016/2017 startet

Aufruf zur Schutzimpfung vor der Grippesaison 2016/2017 gestartet.

Gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ruft das RKI zur aktuellen Grippeschutzimpfung auf. Vor allem Ältere, chronisch Kranke und Schwangere haben demnach ein höheres Risiko dafür, dass eine Grippeerkrankung schwer verläuft und Komplikationen lebensbedrohlich werden. Zudem sollten alle geimpft sein, die Kontakt zu solchen Risikogruppen haben und in der Gesundheitsversorgung oder Pflege arbeiten.

Niedrige Impfquote – hohe Zahl tödlicher Influenza-Erkrankungen

„Das Risiko einer Influenzaerkrankung sollte vor jeder Saison ernst genommen werden“, so RKI-Präsident Lothar H.Wieler. Rund 16.000 Menschen wurden in der Grippesaison 2015/2016 wegen einer Influenza-Infektion ins Krankenhaus eingewiesen. Das waren laut RKI deutlich mehr als in der milden Saison 2013/2014, aber weniger als 2014/2015.

Die Impfquoten sind nach wie vor völlig unzureichend. Das zeigt eine Auswertung des RKI. Die Europäische Union hatte eine Impfquote in der Risikogruppe von 75 Prozent angestrebt. Doch laut RKI lag die Impfquote bei Senioren im Winter 2014/2015 mit gerade einmal 36,7 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit sechs Jahren. In dieser Saison starben mehr Menschen an Influenza als in den vergangen 19 Jahren – das RKI schätzt die Zahl der influenzabedingten Todesfälle auf 21.300.

Wie kann ich mich noch gegen Grippe schützen?

Neben der Impfung empfehlen die Experten für alle Menschen, nicht nur für Gruppen mit erhöhtem Komplikationsrisiko, weitere Maßnahmen, um das Risiko einer Influenza-Infektion zu senken. Dazu zählt in erster Linie ausreichender Abstand zu erkrankten Personen und eine ausgeprägte Hygiene. Wichtig ist vor allem regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife, zum Beispiel grundsätzlich nach der Rückkehr nach Hause und vor allen Mahlzeiten.

Stellen Patienten akute Atemwegssymptome während einer Grippewelle bei sich fest, sollten sie einen Arzt aufsuchen und einen Verdacht auf Grippe abklären lassen, vor allem wenn sie einer Risikogruppe angehören. Das RKI warnt davor, dass ältere Patienten oft kein Fieber bekommen und deshalb zu spät ärztliche Hilfe suchen.

Foto: sharryfoto – fotolia.com

 

 

Weitere Nachrichten zum Thema Grippeschutzimpfung

| Die Grippeimpfung wird ausdrücklich chronisch Kranken empfohlen. Dazu gehören auch Krebspatienten. Denn Infektionskrankheiten können für sie besonders gefährlich werden.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Stress löst bei der Fruchtfliege (Drosophila melanogaster) einen depressionsartigen Zustand aus. Dieser ließ sich durch Lithium oder Zucker beheben. Dies ergab eine Studie von Neurobiologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.
Kinder, Job – und Reha? Mit der „Berufsbegleitenden Rehabilitation“ passt alles unter einen Hut, meint Christoph Gensch von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Im Interview verrät der Reha-Experte, was es mit dem neuen Modellprojekt auf sich hat.