. Ergebnisse einer Emnid-Umfrage

Für mehr Bewegung im Büro

Jeder zweite Mitarbeiter möchte sich im Büro mehr bewegen, das zeigt eine Umfrage von Emnid. Ein Bürohersteller will mit neuen mobilen Konzepten für Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz sorgen.

Jetzt mal raus! Eine Umfrage zeigt, dass Mitarbeiter mehr Bewegung am Arbeitsplatz wollen.

Ein typischer Büroalltag: Mit dem Auto geht es zur Arbeit, von dort in den Aufzug und dann ins Büro. Am Platz ist alles in Griffnähe angeordnet und Bewegungen begrenzen sich auf die Bedienung von Computer und Telefon. Selbst die Besprechungen und das Mittagessen werden „ausgesessen“. Dieser Bewegungsmangel macht immer mehr Menschen immer häufiger krank. Dabei hat eine Umfrage im Auftrag des Büromöbelherstellers Wilkhahn jetzt ergeben: Fast die Hälfte der Menschen wollen sich am Arbeitsplatz mehr bewegen – man muss ihnen nur die Chance geben.

Möbelhersteller will mehr Bewegung in die Büros bringen

Arbeitgeber und Krankenkassen reagieren auf den Bewegungsmangel häufig mit Sportprogrammen, Rückenschulen und Zuschüssen für Fitnesskurse. Naheliegender scheint es jedoch wieder mehr Bewegung in die Büros selbst zurück zu bringen. Dass dafür auch aus Sicht der Mitarbeiter Bedarf besteht, zeigen die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage von TNS Emnid: Demnach halten fast 50 Prozent der Befragten die Bewegungsmöglichkeiten im Büro für nicht ausreichend. Bei den unter 29-jährigen wünschen sich sogar 59 Prozent mehr körperliche Aktivität. Angesichts des vorherrschenden Bewegungsmangels ein ermutigender Wert, denn gerade bei den Jungen besteht die Chance, rechtzeitig den langfristigen Folgen des Bewegungsmangels vorzubeugen.

Der Büromöbelhersteller Wilkhahn hat deshalb ein Sitzkonzept entwickelt, das Knie- und Hüftgelenke zu natürlichen Bewegungen animiert. Dabei geht es nicht nur um Vorwärts-, Rückwärts- und Seitwärtsbewegungen, sondern – ähnlich wie beim Laufen – um deren Kombination als Rotation. Die gesundheitsfördernde Wirkung dieser erstmalig im Bürostuhl ON eingesetzten Mechanik wurde laut Unternehmen in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. 

 

Bei der Gebäudeplanung sollte bereits auf Bewegungsmöglichkeiten geachtet werden

Wesentlicher Bestandteil der Konzeption sei außerdem, die neuartige Beweglichkeit in ein hochwertiges Bürostuhldesign zu integrieren. Unternehmen könnten nun zusätzlich bei der Gebäudeplanung und durch intelligente Möblierung vorhandener Arbeitsräume für mehr Bewegungsmöglichkeiten sorgen, heißt es in einer Pressemitteilung In modernen Büros stünden nicht mehr Aufzüge und schmale Flure, sondern attraktive Wegführungen, Plätze, Treppen und Brücken im Mittelpunkt. Aber auch die Einrichtungsszenarien können Dynamik fördern. Sei es durch das Projektgespräch im Stehen oder durch den Workshop, bei denen die Teilnehmer ihre Möbel nach Bedarf selbst zusammenzustellen. Bereits kleine Prozessveränderungen können hier viel bewirken.

Foto: stokkete - Fotolia.com

Autor: Cornelia Wanke
 

Weitere Nachrichten zum Thema Prävention

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Spinat macht doch stark: Ein Extrakt aus Spinat kann zu Leistungssteigerungen im Spitzensport führen. Das ergab eine Studie unter Beteiligung der FU Berlin. Die Welt-Anti-Doping-Agentur hatte sie in Auftrag gegeben.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Das massenhafte Auftreten des Eichenprozessionsspinners hat in diesem Jahr bei besonders vielen Menschen zu allergischen Reaktionen der Haut führt. Die giftigen Brennhaare der Raupen können aber auch sprichwörtlich ins Auge gehen. Am Universitätsklinikum Münster mussten diese Woche sechs Menschen am Auge operiert werden. Dr. Lamis Baydoun, Oberärztin der UKM-Augenklinik, berichtet, was vorgefallen ist.
Mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens sind viele Chancen verbunden. Bei manchen Bürgern löst das Thema aber auch Ängste und Sorgen aus. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Prof. Dr. Erwin Böttinger, einem der weltweit führenden Forscher im Bereich Digital Health, über die elektronische Patientenakte und andere digitale Lösungen gesprochen.