Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Für die Pharmaindustrie ist der demographische Wandel ein Zukunftsmodell

Mittwoch, 10. Dezember 2014 – Autor: Cornelia Wanke
Die Pharmaindustrie reagiert auf die Einsparungen in vielen europäischen Ländern und erschließt neue Märkte und Nischenbereiche. Das belegt eine Studie eines Kreditversicherers.

Nischen und wachsende Märkte - ein Erfolgsmodell für die Pharmaindustrie? – Foto: Africa Studio - Fotolia

Das so genannte „Pharmerging“ werde zum Zukunftsmodell, beschreibt eine Studie des internationalen Kreditversicherers Coface. In seiner „Panorama“-Studie stellt das Unternehmen fest, dass die Wirtschaftskrise heftige Auswirkungen auf die Pharmabranche in Europa hatte. „Denn die Staaten senkten die Erstattungskosten und setzten stärker auf Generika. Diese Hürden erschweren es, neue Medikamente auf den Markt zu bringen. Um ihre Produktivität zu steigern, gehen pharmazeutische Unternehmen daher in Richtung Emerging Countries“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. 

Die demographische Entwicklung weckt Begehrlichkeiten auch in der Pharmaindustrie 

Deren alternde Bevölkerung mache die Länder zu künftigen Wachstumsmärkten. Zu nennen sind hier China und Indien – aber auch Afrika. Besonders China wird sich durch seine Ein-Kind-Politik in Zeiten des demographischen Wandels auf ganz neue Herausforderungen im Bereich Gesundheit einstellen müssen. "Pharmerging"  - das Erschließen solcher Märkte - werde so zum Zauberwort für die europäischen Pharmahersteller. Zudem bewegten sich die Unternehmen mit ihrer Forschung und Entwicklung in kleinere, aber profitablere Bereiche. 

 

Pharmaunternehmen investieren immer mehr in hoch komplexe Indikationen

„So planen pharmazeutische Unternehmen ihr Wachstum in hoch komplexen Bereichen wie Onkologie, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, schreibt Coface.

In Nordamerika hätten sich die Branchenrisiken nach Ansicht von Coface aufgrund des positiven gesamtwirtschaftlichen Ausblicks und der niedrigeren Ölpreise entspannt. Dies komme besonders drei Branchen zugute: Chemie und Pharma, Transport, Textil/Bekleidung. Coface hat sie nach eigenen Angaben in "niedriges Risiko" hochgestuft. 

Foto: Fotolia

Hauptkategorie: Demografischer Wandel
 

Weitere Nachrichten zum Thema Pharmaindustrie

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Mit einem sogenannten CRP-Schnelltest können Ärzte in wenigen Minuten einen viralen von einem bakteriellen Infekt unterscheiden. Zahlen der AOK Sachsen-Anhalt zeigen, dass durch den Test deutlich weniger Antibiotika verordnet werden.


Nach fast zwei Jahren Pandemie liegen die Nerven im Gesundheitswesen blank. Tausende Pflegekräfte haben in den vergangenen Monaten ihren Job verlassen. Wie kommen wir aus der Krise heraus und vor allem: Wie geht es danach weiter? Der 15. Nationale Qualitätskongresses Gesundheit versucht, Antworten zu finden.
 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin