. Studie zu Wachstumsmärkten

Für die Pharmaindustrie ist der demographische Wandel ein Zukunftsmodell

Die Pharmaindustrie reagiert auf die Einsparungen in vielen europäischen Ländern und erschließt neue Märkte und Nischenbereiche. Das belegt eine Studie eines Kreditversicherers.

Nischen und wachsende Märkte - ein Erfolgsmodell für die Pharmaindustrie?

Das so genannte „Pharmerging“ werde zum Zukunftsmodell, beschreibt eine Studie des internationalen Kreditversicherers Coface. In seiner „Panorama“-Studie stellt das Unternehmen fest, dass die Wirtschaftskrise heftige Auswirkungen auf die Pharmabranche in Europa hatte. „Denn die Staaten senkten die Erstattungskosten und setzten stärker auf Generika. Diese Hürden erschweren es, neue Medikamente auf den Markt zu bringen. Um ihre Produktivität zu steigern, gehen pharmazeutische Unternehmen daher in Richtung Emerging Countries“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. 

Die demographische Entwicklung weckt Begehrlichkeiten auch in der Pharmaindustrie 

Deren alternde Bevölkerung mache die Länder zu künftigen Wachstumsmärkten. Zu nennen sind hier China und Indien – aber auch Afrika. Besonders China wird sich durch seine Ein-Kind-Politik in Zeiten des demographischen Wandels auf ganz neue Herausforderungen im Bereich Gesundheit einstellen müssen. "Pharmerging"  - das Erschließen solcher Märkte - werde so zum Zauberwort für die europäischen Pharmahersteller. Zudem bewegten sich die Unternehmen mit ihrer Forschung und Entwicklung in kleinere, aber profitablere Bereiche. 

 

Pharmaunternehmen investieren immer mehr in hoch komplexe Indikationen

„So planen pharmazeutische Unternehmen ihr Wachstum in hoch komplexen Bereichen wie Onkologie, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, schreibt Coface.

In Nordamerika hätten sich die Branchenrisiken nach Ansicht von Coface aufgrund des positiven gesamtwirtschaftlichen Ausblicks und der niedrigeren Ölpreise entspannt. Dies komme besonders drei Branchen zugute: Chemie und Pharma, Transport, Textil/Bekleidung. Coface hat sie nach eigenen Angaben in "niedriges Risiko" hochgestuft. 

Foto: Fotolia

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorie: Demografischer Wandel
 

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