. Brustkrebs-Früherkennung

Fünf Jahre Mammographie-Screening Berlin

Es ist eine zusätzliche, freiwillige Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchung für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Das Mammographie-Screening wurde 2006 in Berlin eingeführt. Seither wurden insgesamt knapp eine Million Einladungen an Frauen versandt. Knapp die Hälfte der Einladungen wurde angenommen.
Fünf Jahre Mammographie-Screening Berlin

Mammographie: 95 Prozent ohne auffälligen Befund (Foto: AKO-Mediendienst)

 

 

In Berlin leben rund 430.000 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Sie haben einen Anspruch auf die Früherkennungs-Untersuchung der Brust und werden alle zwei Jahre von der Zentralen Stelle dazu eingeladen. Vier stationäre Screening-Standorte führen die Mammographien in der Hauptstadt durch. Bei der Untersuchung werden von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen gemacht und anschliessend von zwei speziell ausgebildeten Fachärzten unabhängig voneinander begutachtet, ein so genannte Doppelbefundung. In der Regel erhalten die Frauen dann nach sieben Tagen schriftlich Bescheid.

Mammographiescreening

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Mammographie-Screening, die das Programm koordiniert, sind 95 bis 96 Prozent aller Frauen gesund. Nur bei vier bis fünf Prozent müssten Auffälligkeiten im Befund abgeklärt werden. Erfahrungen zeigten allerdings, dass bei circa 80 Prozent der Frauen, die wegen einer auffälligen Mammographie wieder eingeladen wurden, sich der Brustkrebsverdacht nicht bestätigt.

Teilnahmezahlen

Verbesserungsfähig sind die Teilnahmezahlen. So wurden nur knapp 50 Prozent der verschickten Einladungen angenommen. Nach EU-Leitlinien soll aber eine Teilnahmequote von mindestens 75 Prozent erreicht werden, mittelfristig sollte die Teilnahme aber bei wenigstens 70 Prozent liegen, um dadurch die Brustkrebssterblichkeit deutlich zu senken. "Ich kann daher nur an alle anspruchsberechtigten Frauen appellieren, ihre Chance zu nutzen und sich an dem Programm zu beteiligen", sagt Burkhard Spahn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mammographie-Screening.

Weitere Nachrichten zum Thema Brustkrebs

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Patienten liegen sich wund, werden mit Medikamenten ruhiggestellt oder viel zu oft ins Krankenhaus eingewiesen: Der neue Pflegereport der AOK hat gravierende Mängel in deutschen Pflegeheimen aufgedeckt. Doch es gibt auch gute Heime.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Interviews
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.