Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
22.02.2021

Frittierte Lebensmittel erhöhen Risiko für Herz-Kreislauf-Vorfälle

Chicken-Nuggets, Mozzarella-Sticks, Fischstäbchen: Der Verzehr von frittierten Lebensmitteln erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Vorfälle. Das zeigt eine Meta-Analyse, die im Fachmagazin Heart erschien.
Frittierte Nahrungsmittel erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Vorfälle

Chicken-Nuggets, Mozzarella-Sticks, Fischstäbchen: Der Verzehr von frittierten Lebensmitteln erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Das zeigt eine Meta-Analyse, die im Fachmagazin Heart erschien. Das Risiko steigt mit jeder weiteren wöchentlichen Portion von 114 g.

Für ihre Analyse suchten die Forscher des Shenzhen University Health Science Center nach relevanten Studien, die bis April 2020 erschienen sind. Sie fassten die Daten von 17 Untersuchungen zusammen, an denen 562.445 Probanden teilnahmen, bei denen es zu 36.727 kardiovaskulären Ereignissen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall kam.

Schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse

Außerdem bündelten sie die Daten von sechs Untersuchungen, an denen 754.873 Probanden teilnahmen, bei denen es über den durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 9,5 Jahren zu 85.906 Todesfällen kam.

Ihre Analyse ergab, dass im Vergleich zur niedrigsten Kategorie des wöchentlichen Verzehrs von frittierten Lebensmitteln die höchste mit einem um 28 Prozent erhöhten Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse verbunden war, mit einem um 22 Prozent erhöhten Risiko für koronare Herzerkrankungen, ein um 37 Prozent erhöhtes Risiko für Herzinsuffizienz und ein um 37 Prozent erhöhtes Risiko für Schlaganfall.

 

Frittierte Lebensmittel erhöhen Herz-Kreislauf-Risiko

Frittierte Lebensmittel erhöhen also das Risiko für Herz-Kreislauf-Vorfälle. Diese Risiken nahmen zusammen mit jeder zusätzlichen wöchentlichen Portion von 114 g zu, und zwar um 3 Prozent, 2 Prozent und 12 Prozent. Ein Zusammenhang mit der Todesfall-Rate ergab sich nicht.

Wie genau frittierte Lebensmittel die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflussen könnten, ist nicht ganz klar. Es gibt mehrere Erklärungen: Frittierte Lebensmittel enthalten viele Kalorien. Sie enthalten schädliche Transfette, die beim Frittieren entstehen. Das Frittieren fördert die Produktion chemischer Nebenprodukte, die an Entzündungsreaktionen des Körpers beteiligt sind. Dazu kommt: Frittiertes Fast Food enthält meist viel Salz und wird dann noch häufig vom Konsum stark zuckerhaltiger Getränke begleitet.

Foto: Adobe Stock/Augusto B. Clicks

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ernährung , Fast-Food , Herz-Kreislauf-System
 

Weitere Nachrichten zum Thema Ernährung

25.11.2020

Ob mediterrane Diät oder New Nordic Diet: Nicht einzelne Lebensmittel entscheiden, ob wir gesund bleiben, sondern ganze Ernährungsmuster. Epidemiologische Studien zeigen enorme Effekte auf Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere akute Herz-Kreislauf-Ereignisse.

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Placebos sehen aus wie echte Medikamente, aber sie wirken nicht – schließlich enthalten sie ja keinen Wirkstoff. Normalerweise werden sie in Arzneimittelstudien der Kontrollgruppe verabreicht, um die Testergebnisse in der Originalgruppe abzusichern. Von Ärzten sollten sie im Krankheitsfall nicht heimlich verordnet werden – das wäre unethisch. Eine Studie aus Freiburg aber zeigt jetzt: Selbst wenn Patienten ein Scheinmedikament wissentlich erhalten, kann es trotzdem wirken.

Russische Behörden haben nach eigenen Angaben den weltweit ersten Fall einer Übertragung des H5N8-Vogelgrippevirus auf Menschen entdeckt. Es soll sich um sieben Arbeiter auf einer Geflügelfarm handeln. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung der sogenannten Geflügelpest wird nach derzeitigen Erkenntnissen ausgeschlossen.

Fast täglich werden wir derzeit im Fernsehen mit dieser Szene konfrontiert – und viele müssen wegschauen: Nackte Oberarme, Gummihandschuhe, noch ist es nicht passiert. Aber dann: Zack ist die Nadel drin. Viele gehen nicht zum Impfen – allein aus diesem Grund. Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie (MPI) in München bietet Betroffenen jetzt ein verhaltenstherapeutisches Kurzprogramm zur Behandlung der Spritzen-Phobie an.
 
Interviews
Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.

Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin