. Studie zu Schädel-Hirn-Trauma

Freiburger Psychologe mit Reha-Preis ausgezeichnet

Auch in diesem Jahr hat die Celenus-Kliniken GmbH den Rehawissenschaftlichen Förderpreis vergeben. Dieser wurde jetzt im Rahmen des Rehawissenschaftlichen Kolloquiums in Karlsruhe an den Freiburger Psychologen Michael Schönberger verliehen.
Schnelle Hilfe bei Schädel-Hirn-Trauma

Schnelle Hilfe ist bei Schädel-Hirm-Trauma wichtig

„Menschen mit einem Schädel-Hirn-Trauma bedürfen nicht nur medizinischer, sondern häufig auch integrierter neuropsychologischer und psychotherapeutischer Hilfe.“ Zu dieser Erkenntnis gelangte der Freiburger Psychologe Michael Schönberger. Für seine Studien wurde er jetzt mit dem Rehabilitationswissenschaftlichen Förderpreis der Celenus-Kliniken, einer der großen Rehaklinik-Ketten, die ihren Sitz in Offenburg hat, ausgezeichnet. Die Studienergebnisse helfen nach Schönbergers Angaben zu verstehen, wie emotionale Belastungen und Störungen nach einem Schädel-Hirn-Trauma entstehen und wo in der Rehabilitation dann angesetzt werden sollte. 

Der Rehawissenschaftliche Preis soll die moderne Rehabilitation voranbringen

Den mit 7.500 Euro dotierten Preis nahm Ph. D., Dipl.-Psych. Schönberger auf dem Rehawissenschaftlichen Kolloquium der Deutschen Rentenversicherung in Karlsruhe entgegen. „Mit dieser Auszeichnung ehren wir Wissenschaftler, die die moderne Reha voranbringen“, sagte Celenus-Geschäftsführer Andreas Wirth. 

 

Depressive Angststörungen können auch eine emotionale Reaktion sein

Die Ergebnisse eine groß angelegten Längsschnittstudie des psychosozialen Outcomes nach Schädel-Hirn-Trauma (SHT) deuten laut Schönberger darauf hin „dass depressive Angststörungen nach SHT nicht ausschließlich eine Folge hirnorganischer Veränderungen sind, sondern eine emotionale Reaktion auf das Erleben der funktionellen Schädigungsfolgen darstellen können“. Wenn SHT-Patienten ihren Alltag trotz ihrer Erkrankung unverändert aufrecht erhielten, empfänden sie dies als sehr anstrengend, und die Erschöpfung werde auch emotional als sehr belastend empfunden, so Schönberger. „In jedem Fall zeigt die Arbeit, dass Menschen mit SHT Unterstützung bei der emotionalen Verarbeitung der Schädigungsfolgen benötigen.“ Nötig sei eine stärkere interdisziplinäre Integration, insbesondere der psychotherapeutischen und neuropsychologischen Behandlungsansätze. 

Foto: Fotolia

Autor: Cornelia Wanke
 

Weitere Nachrichten zum Thema Reha, Schädel-Hirn-Trauma, Depressionen

| Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen sind von der Arbeitswelt nach wie vor stark ausgegrenzt. Das ist das Ergebnis einer Studie von Prof. Steffi G. Riedel-Heller und Dr. Uta Gühne vom Institut für Sozialmedizin der Universität Leipzig. Sie erstellten sie im Auftrag von Gesundheitsstadt Berlin e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und präsentierten sie jetzt in Berlin.
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Eine akute Typ A-Aortendissektion muss sofort behandelt werden. Doch die Diagnose ist nicht immer leicht. Selbst Notärzte können die Erkrankung mit einem Herzinfarkt verwechseln – nicht selten mit tödlichen Folgen. Das „Aortentelefon“ des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) koordiniert die Behandlung und kann damit Leben retten.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.