Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Frauenärzte rufen Schwangere dringend zu Covid-19-Impfung auf

Mittwoch, 24. November 2021 – Autor:
Deutschlandweit machen offenbar viel zu wenige Schwangere vom flächendeckenden Impfangebot gegen Covid-19 Gebrauch. Die Folge: Frauen mit Baby im Bauch auf der Intensivstation. „Diese Tragödien sind unnötig und könnten durch eine entsprechende Nutzung des verfügbaren Impfangebotes verhindert werden“, heißt es in einem gemeinsamen Appell der Verbände aus Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Schwangere schaut vergnügt auf ihren runden Bauch und hält ihn schützend mit den Händen.

Covid-19 in der Schwangerschaft kann werdenden Mütter und Kindern gefährlich werden. So ist etwa das Risiko für eine Frühgeburt fast doppelt so hoch wie bei gesunden Schwangeren. – Foto: AdobeStock/leszekglasner

Wenn Schwangere an Covid-19 erkranken, heißt das: Sechsmal so oft ist eine intensivmedizinische Behandlung nötig. 23-mal so häufig müssen sie beatmet werden (im Vergleich zu nicht-schwangeren Frauen). Das Frühgeburtsrisiko ist fast doppelt so hoch wie bei gesunden Schwangeren. Und das sind noch nicht alle Risiken für nicht-geimpfte erkrankte Mütter und ihre Babys.

Covid-19: „Ernsthafte Gefahr für Mutter und Kind"

„Eine Covid-19-Erkrankung in der Schwangerschaft stellt eine ernsthafte
Gefahr für Mutter und Kind dar“: In deinem dringenden gemeinsamen Appell wenden sich führende Fachgesellschaften von Frauenärzten und Geburtshilfe deshalb an werdende Mütter, sich impfen zu lassen und damit sich und ihr ungeborenes Kind vor einer Infektion mit dem Coronavirus und den Strapazen und möglichen Folgen einer Krankenhausbehandlung zu bewahren.

 

„Ungeimpfte Schwangere auf den Intensivstationen"

„Deutschlandweit machen noch viel zu wenige Frauen vom flächendeckenden Impfangebot Gebrauch“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), des Berufsverbands der Frauenärzte (BVF), der Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin (AGG) und weiterer Fachgesellschaften. „Nach wie vor liegen ungeimpfte Schwangere auf den Intensivstationen. Diese Tragödien sind unnötig und könnten durch eine entsprechende Nutzung des verfügbaren Impfangebotes verhindert werden.“

Erkenntnisstand zu Impfrisiken für Schwangere

In ihrer Erklärung setzen sich die Verbände auch mit dem Pro und Contra und den legitimen Zweifeln werdender Mütter auseinander. In ihrer Chancen-Risiko-Abwägung kommen sie zu dem Schluss, „dass vorliegende wissenschaftliche Daten zur Sicherheit der Covid-19-Schutzimpfung kein gehäuftes Auftreten von schweren unerwünschten Arzneimittelwirkungen während der Schwangerschaft oder ein erhöhtes Risiko während der Stillzeit für Mutter und Kind, insbesondere nicht von Fehlgeburten zeigen“.

Umgekehrt stelle aber eine Covid-19-Erkrankung in der Schwangerschaft „eine ernsthafte Gefahr für Mutter und Kind dar“ – mit den oben bereits beschriebenen Folgen: häufigere Notwendigkeiten von Intensivbehandlung und Beatmung; und höheren Risiken wie etwa dem für eine Frühgeburt.

Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Infektionskrankheiten , Coronavirus , Impfen , Schwangerschaft
 

Weitere Nachrichten zum Thema „Corona-Impfung bei sensiblen Patientengruppen“

19.01.2021

Auch wenn eine Impfung mit „Nicht-Lebendimpfstoffen“ in der Stillzeit nach dem Stand der Dinge weder für die Mutter noch für den Säugling ein besonderes Risiko darstellt: Eine Routineimpfung aller Stillenden wird von den Fachgesellschaften nicht empfohlen. Anders verhält es sich bei Müttern, die wegen bestimmter Grunderkrankungen zu einer Risikogruppe zählen.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Plötzlicher Herzstillstand: Für zufällig Anwesende oder Angehörige ist das selbst eine Extremsituation. Aus Aufregung oder aus Angst davor, etwas falsch zu machen, wird oft gar nichts gemacht. Dabei kommt es hier wirklich auf Minuten an – und durch entschlossenes Handeln kann man Leben retten. Eine App der Deutschen Herzstiftung begleitet Laien dabei, im Herznotfall richtig zu reagieren.


Sie gehört zu den heftigsten Schmerzerfahrungen, die Menschen machen können. Schauplatz der Attacken ist das besonders stark mit Nerven versorgte und deshalb besonders empfindliche Gesicht. Frauen trifft es häufiger als Männer, meist beginnt die Schmerzkrankheit ab einem Alter von 40: die Trigeminusneuralgie.
 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin