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Frauen leiden häufiger unter der Zeitumstellung

In der Nacht zum 29. Oktober werden wieder die Uhren umgestellt. Frauen leiden im Vergleich zu Männern fast doppelt oft so unter der Zeitumstellung. Das ergab eine Umfrage der DAK-Gesundheit.
Zeitumstellung

Die Winterzeit naht - viele Menschen leiden unter der Zeitumstellung

In der Nacht zum 29. Oktober werden die Uhren von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Ab dann gilt wieder die Winterzeit. Vielen Menschen macht die Zeitumstellung zu schaffen. Bei den Frauen haben 28 Prozent Schwierigkeiten damit, bei den Männern sind es 16 Prozent. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK, für die vom 21. September bis 12. Oktober 2017 bundesweit 3.521 Bundesbürger interviewt wurden.

Insgesamt hatte bereits mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) schon einmal körperliche oder psychische Probleme damit. Drei Viertel aller Betroffenen fühlen sich müde und schlapp - bei den befragten Männern sind es 70 Prozent, bei den Frauen sogar 79 Prozent.

Einschlaf- und Konzentrationsprobleme

Insgesamt 60 Prozent haben Einschlafprobleme, und mehr als ein Drittel kann sich schlechter konzentrieren. Zwölf Prozent gaben sogar an, depressive Verstimmungen zu haben. Jeder fünfte Berufstätige ist deswegen schon einmal nicht pünktlich zur Arbeit gekommen, heißt es weiter in einer Pressemitteilung der DAK-Gesundheit.

DAK-Ärztin Elisabeth Thomas erklärt: „Der Biorhythmus stellt sich nicht von einem Tag auf den nächsten um – viele Menschen brauchen etwas Zeit, um wieder in den Takt zu kommen. Wer sich aufgrund der Zeitumstellung schlecht fühlt, dem helfen Entspannung, frische Luft und ein bisschen Geduld.“

Menschen mittleren Alters stärker betroffen

Auch das Alter spielt beim Umgang mit der Zeitumstellung eine Rolle: Während Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 29 Jahren selten über Probleme durch den Mini-Jetlag klagen (15 Prozent), setzt die Zeitumstellung den 45- bis 59-Jährigen besonders zu (29 Prozent).

„Die meisten Menschen in diesem Alter haben einen Job und Kinder. Ihr Tagesablauf ist dadurch weniger flexibel als bei den Jüngeren und Älteren, deshalb fällt ihnen die Umstellung schwerer“, sagt die DAK-Ärztin.

Frauen leider mehr unter der Zeitumstellung

Seit Jahren wächst der Widerstand gegen die Zeitumstellung: Frauen leiden zwar häufiger darunter der Zeitumstellung , doch auch die Männer würden sie am liebsten wieder anschaffen. Insgesamt halten 72 Prozent der Befragten sie für sinnlos. Jeder Zweite hält es für realistisch, dass die Zeitumstellung tatsächlich abgeschafft wird.

In Deutschland wurde die Sommerzeit im Jahr 1980 eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und so Energie zu sparen. Die Sommerzeit dauert jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Ab dann gilt wieder die eigentliche Normalzeit, die umgangssprachlich Winterzeit genannt wird.

Schlaf-Tipps und Schlaftagebuch

Für einen besseren Schlaf bietet die DAK-Gesundheit im Internet ein Schlaf-Special an: Auf  www.dak.de/schlaf gibt es Wissenswertes rund um das Thema gesunder Schlaf sowie ein Schlaftagebuch. Betroffene können damit ihren Schlaf-Wach-Rhythmus protokollieren.

Foto: kathrin39/fotolia.com

Autor: bab
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