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Forschung um die Erbse

Montag, 14. November 2011 – Autor:
Erbsen und Dicke Bohnen sind gesund. Jetzt wollen Wissenschaftler die heimischen Pflanzen nutzen, um funktionelle Lebensmittel daraus herzustellen. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fördert ein entsprechendes Forschungsprojekt mit 2,2 Millionen Euro. Wissenschaftler von der TU Berlin forschen mit.
Forschung um die Erbse

Erbsengroß, aber gesundheitsfördernd (Foto: © dixiland/pixelio)

 

"LeguAN" heisst das neue Forschungsprojekt, zu dem sich auf Initiative des Innovationszentrums Technologien für Gesundheit und Ernährung der TU Berlin 17 Partner zusammengeschlossen haben. Das Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fördert "LeguAN" mit 2,2 Millionen Euro, 558 000 Euro gehen an die TU Berlin.

Diabetes und Gefässerkrankungen

Die "LeguAN"-Wissenschaftler planen, die Inhaltsstoffe der Hülsenfürchte mit neuen technologischen Verfahren zu modifizieren. Dabei wollen sie unter anderem herausfinden, welchen Effekt die neuen Verbindungen auf die menschliche Gesundheit haben, insbesondere Diabetes und Gefässerkrankungen haben die Forscher im Visier. Schon lange gelten Leguminose-basierte Lebensmittel wie Erbsen und Hülsenfrüchte als gesundheitsfördernd. Im Rahmen von "LeguAN" soll diese Annahme nun anhand von begleitenden Humanstudien wissenschaftlich belegt werden.

 

Erbsen und Ackerbohnen: gesundheitlicher Nutzen heimischer Pflanzen

Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner betonte in Berlin: "Erbsen und Ackerbohnen sind besonders reich an wertvollen Eiweissen und wertvollen Pflanzenstoffen. Mit den neuen Forschungsvorhaben wollen wir die Vermarktungschancen für Lebensmittel, die aus Erbsen oder Ackerbohnen hergestellt sind, erhöhen und den seit Jahren sinkenden Anbau von heimischen Eiweisspflanzen wiederbeleben."

 

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