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09.11.2012

Fontane-Projekt geht in die zweite Runde

Das Fontane-Projekt entwickelt telemedizinische Lösungen für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen im strukturschwachen ländlichen Raum. Eine Versorgungsstudie überprüft nun die bisherigen Ergebnisse.

Das Fontane-Projekt wird von der Charité aus gesteuert

Das Fontane-Projekt  erforscht neue Technologien, um die Betreuungsqualität von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Gegenden, in denen kaum oder keine Kardiologen ansässig sind, zu verbessern. Telemedizinische Lösungen sollen helfen, die räumliche Distanz zwischen Patienten und Therapeuten per Mobilfunk oder Internet zu überwunden. Wenn ein Patient beispielsweise zu Hause seinen Blutdruck misst, überträgt ein Sender am Blutdruckmessgerät die Werte automatisch und drahtlos in eine Datenbank.

In einem Telemedizinischen Zentrum werden diese Werte und andere gesundheitliche Parameter dann überprüft. Wenn etwas nicht stimmt, setzen sich die Ärzte mit dem Patienten in Verbindung. Auf diese Weise können auffällige Befunde früh erkannt und eine medizinische Behandlung rechtzeitig eingeleitet werden. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung; gesteuert wird es durch die Charité.

Telemedizin: Datenübertragung wird überprüft

Nachdem die technischen Entwicklungen weitgehend abgeschlossen sind, geht das Fontane-Projekt nun mit einer Versorgungsstudie in die zweite Runde. Die Studie soll überprüfen, ob Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz durch den Einsatz der telemedizinischen Technologien auf dem Land medizinisch tatsächlich genauso gut versorgt werden können wie in einer Metropole.

Hausärzte und Kardiologen in Berlin und Brandenburg sind zur Teilnahme aufgerufen. Im nächsten Schritt werden die mitwirkenden Ärzte geschult und zudem ein technischer Feldtest des Telemedizin-Systems mit gesunden Probanden unternommen. Da das System auf Datenübertragung im Mobilfunknetz beruht, muss ausgeschlossen werden, dass es zu Funklöchern kommt oder die Datenübertragung auf andere Weise gestört wird.

Foto: Charité-Universitätsmedizin Berlin

 
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