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01.06.2019

Flugkopfschmerzen: Was hilft?

Kopfschmerzen während oder nach einem Flug sind keine Seltenheit. Ein Grund kann Flüssigkeitsmangel sein – dann hilft es, ausreichend zu trinken. Aber auch die Druckunterschiede können zu Beschwerden führen.
Flugkopfschmerzen

Flugkopfschmerzen können verschiedene Ursachen haben

Während eines Fluges treten bei vielen Menschen Kopfschmerzen auf. Hauptursache ist die geringe Luftfeuchtigkeit in der Flugzeugkabine – sie beträgt im Durchschnitt etwa 10 Prozent. Richtig wohl fühlt sich unser Körper aber erst bei Werten zwischen 40 und 45 Prozent. Durch die niedrige Luftfeuchtigkeit kommt es zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust. Zu spüren ist das häufig auch daran, dass die Haut trocken wird, die Augen anfangen zu jucken und die Nasenschleimhäute austrocknen.

Durch das fehlende Wasser im Körper wird zudem das Blut dickflüssiger. Dadurch kann es die feinen Gefäße im Gehirn nicht mehr optimal versorgen. Das Organ bekommt zu wenig Sauerstoff und reagiert darauf mit Kopfschmerzen.

Viel trinken und Bewegungsübungen helfen

Die Stiftung Kopfschmerz rät daher Flugreisenden, genug zu trinken. Geeignet sind Wasser, Fruchtsäfte und Kräutertees. 150 Milliliter pro Stunde sollten es dabei schon sein. Alkohol ist wegen der gefäßerweiternden Wirkung zu vermeiden.

Ein anderer Grund für die Kopfschmerzen kann der niedrige Luftdruck an Bord sein. Er entspricht etwa dem Druck in 2.500 Metern Höhe. Im frontalen Sinus entsteht dabei ein Überdruck, den der Körper nicht mehr ausgleichen kann. Außerdem erschweren die Druckveränderungen die ausreichende Sauerstoffversorgung des Gehirns.

Ein weiteres Problem ist die mangelnde Bewegung an Bord, wodurch es zu einem Blutdruckabfall kommen kann. Schwindel und Kopfschmerzen können die Folge sein. Auch hier kann ein stabiler Flüssigkeitshaushalt entgegenwirken. Ebenso sind immer wieder kleine Bewegungseinheiten sinnvoll. Akupressur oder Pfefferminzöl können nach Angaben der Stiftung Kopfschmerz ebenfalls Abhilfe schaffen.

 

Kopfschmerzen durch Flüssigkeitsmangel nicht selten

Der Körper eines Erwachsenen besteht zu 50 bis 60 Prozent aus Wasser, das Gehirn sogar zu rund 75 Prozent. Fehlt nur ein Liter, können sich bereits körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen bemerkbar machen. Wie häufig Kopfschmerzen durch Flüssigkeitsmangel ausgelöst werden, hat eine britische Studie belegt. In ihrer Befragung gaben zwei Drittel der Betroffenen an, dass ihre Beschwerden bereits innerhalb einer halben Stunde nach dem Trinken von einem halben Liter Wasser verschwanden; bei einigen dauerte es etwas länger. Auch eine Umfrage unter Migränepatienten hat ergeben, dass eine Schmerzattacke durch Flüssigkeitsmangel ausgelöst werden kann.

Besonders häufig von Flüssigkeitsmangel betroffen sind ältere Menschen. Der Wasseranteil ihres Körpers sinkt; zudem haben sie oft ein verringertes Durstgefühl. Ebenfalls problematisch kann eine Verringerung der Anpassungsfähigkeit der Niere sein. So scheidet sie unter Umständen selbst dann die gleiche Menge Wasser aus, wenn weniger getrunken wird. Menschen über 60 Jahre sollten also generell auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten – im Flugzeug aber besonders.

Foto: © luengo_ua - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Medizin
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