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30.03.2021

Flavonoide schützen vor Gefäßkrankheiten wie PAVK

Wer regelmäßig viele Flavonoide zu sich nimmt, hat ein geringeres Risiko für Gefäßkrankheiten wie die PAVK (Periphere Arterielle Verschlusskrankheit). Flavonoide sind Pflanzenfarbstoffe.
Die in Obst und Gemüse enthaltenen Farbstoffe fördern die Gefäßgesundheit

Wer regelmäßig viele Flavonoide zu sich nimmt, hat ein geringeres Risiko für Gefäßkrankheiten wie die PAVK (Periphere Arterielle Verschlusskrankheit). Das zeigt eine im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Metaanalyse. Flavonoide sind Pflanzenfarbstoffe und sorgen für die rote, gelbe, blaue und violette Farbe von Obst und Gemüsesorten.

Bei der PAVK, auch Schaufensterkrankheit genannt, sind die Arterien verstopft. Sie manifestiert sich am häufigsten in den unteren Extremitäten und tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf.

Rotes Fleisch erhöht das Risiko für PAVK

Frühere Beobachtungsstudien deuteten darauf hin, dass eine Ernährung, die durch eine geringe Aufnahme von Vitaminen, Ballaststoffen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren und eine hohe Aufnahme von rotem Fleisch gekennzeichnet ist, mit einer höheren Inzidenz von PAVK verbunden ist.

Andere Studien zeigten, dass die durch die Mittelmeerdiät erzielten kardiovaskulären Vorteile größtenteils auf den hohen Flavonoid-Gehalt der Lebensmittel zurückzuführen sind, die bei dieser Ernährungsweise (Tomaten, Parika, Auberginen, Trauben) am häufigsten vorkommen.

 

Flavonoide verbessern die Endothel-Gesundheit

Es gibt Hinweise darauf, dass Flavonoide den Blutdruck senken und die Gefäßgesundheit fördern, in dem sie die Verfügbarkeit von körpereigenem Stickstoffmonoxid erhöhen und die Funktion des Endothels (Gefäßinnenwände) verbessern.

Für die Studie wurden Daten von insgesamt 55.647 Teilnehmern der dänischen Ernährungs-, Krebs- und Gesundheitsstudie ausgewertet, die zu Studieneginn 1993 - 1997 nicht an PAVK litten. Sie wurden im Schnitt 21 Jahre nachbeobachtet.

1000 mg Flavonoide am Tag schützen vor PAVK

Die Flavonoidaufnahme wurde anhand von Fragebögen zur Häufigkeit von Nahrungsmitteln berechnet. In der Nachbeobachtungszeit wurden insgesamt 2.131 Teilnehmer wegen PAVK ins Krankenhaus eingeliefert. 993 der Krankenhauseinweisungen waren auf Atherosklerose zurückzuführen, 800 auf Aneurysma, 161 auf Embolie oder Thrombose und 653 auf andere Gefäßkrankheiten.

Es ergab sich ein Zusammenhang zwischen der Flavonoid-Aufnahme und dem PAVK-Einweisungs-Risiko. Verglichen mit der mittleren Flavonoidaufnahme (174 mg Flavonoide täglich), führte die maximal vorteilhafte Dosis von 1.000 mg/Tag zu einem 32-prozentig geringeren Risiko für PAVK, einem um 26 Prozent geringeren Risiko für Atherosklerose, einem um 28 Prozent geringeren Risiko für Aneurysmen und einem um 47 Prozent geringeren Risiko für Krankenhausaufenthalte wegen anderer Gefäßerkrankungen.

Flavonoide helfen insbesondere Rauchern

Eine höhere Gesamtaufnahme von Flavonoiden war mit einer geringeren Inzidenz von Gefäßoperationen oder Amputationen der unteren Extremitäten verbunden, obwohl das Risiko auch durch den Raucherstatus, den Alkoholkonsum, den BMI und den Diabetes-Status beeinflusst wird.

Der Flavonoid-Konsum führte zu einem geringere PAVK-Risiko für Raucher, die ein besonders hohes Risiko für diese Krankheit haben, was darauf hindeutet, dass Flavonoide der entzündlichen Wirkung des Rauchens auf das Gefäßsystem entgegenwirken können.

Foto: Adobe Stock/Oksana_S

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