Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Fisch verringert Herz-Kreislauf-Risiko bei Vorerkrankten

Freitag, 12. März 2021 – Autor:
Zwei Portionen Fisch in der Woche können helfen, das Wiederauftreten einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu verhindern. Das ist das Ergebnis einer kanadischen Studie.
Fisch mit hohem Omega-3-Fettsäuren-Anteil schützt Herz-Kreislauf-Patienten

– Foto: Adobe Stock/Pixel-Shot

Zwei Portionen Fisch pro Woche können dazu beitragen, das Wiederauftreten einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu verhindern. Das ist das Ergebnis einer Meta-Studie von Forschern der McMaster University im kanadischen Hamilton.

Für die Analyse wurden vier große Studien mit fast 192.000 Probanden ausgewertet, darunter litten etwa 51.000 an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Durchschnittsalter lag bei 54 Jahren, 52 Prozent der Teilnehmer waren weiblich.

Probanden in 58 Ländern beobachtet

Die Studie wurde auf allen fünf Kontinenten durchgeführt, in insgesamt 58 Ländern mit hohem, mittlerem und niedrigem Einkommen. Frühere Studien konzentrierten sich hauptsächlich auf Nordamerika, Europa, China und Japan.

Die Teilnehmer wurden im Schnitt 7,5 Jahre nachbeobachtet. Überprüft wurde, ob der regelmäßige Verzehr von fettem Fisch bei Patienten mit hohem Risiko - Personen, die bereits Herzinfarkte oder Schlaganfälle erlitten hatten - Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen könnte.

 

Fisch verringert Herz-Kreislauf-Risiko bei Vorerkrankten

Im Verlauf gab es insgesamt 8.949 Todesfälle (6,4 Prozent) bei Personen ohne vorherige kardiovaskuläre Erkrankung und 6.762 (13,1 Prozent) bei Personen mit einer Erkrankung in der Vorgeschichte.

Risiko-Patienten, die pro Woche zwei Portionen (insgesamt etwa 175 g) Fisch aßen, der reich an Omega-3-Fettsäuren war, hatten ein um etwa 16 Prozent geringeres Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tod.

Mehr Fisch brachte keinen größeren Nutzen

Größere Mengen Fisch brachten keinen weiteren Vorteil. Fisch ohne nennenswerten Omega-3-Fettsäure-Anteil blieb wirkungslos. Ohne Herzkrankheit oder Schlaganfall in der Vorgeschichte wurde beim Verzehr von Fisch kein Nutzen beobachtet.

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ernährung , Herz-Kreislauf-System , Herzinfarkt , Schlaganfall
 

Weitere Nachrichten zum Thema Omega-3-Fettsäuren

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten


Ein grippaler Infekt ist normalerweise harmlos – eine echte Grippe („Influenza“) ist es nicht. Schlimmstenfalls kann sie sogar tödlich verlaufen. Bestimmten Risikogruppen wird deshalb geraten, sich gegen Grippe impfen zu lassen – auch noch jetzt, zu Jahresbeginn. Kinder, Schwangere oder Mitarbeiter von Altersheimen sind nur einige Beispiele dafür.
 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin