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Fasten kann die Gesundheit fördern

Mittwoch, 14. März 2018 – Autor:
Kurzfristige Fastenkuren eignen sich nicht zum Abnehmen. Das funktioniert nur bei einer dauerhaften Ernährungsumstellung. Die Gesundheit fördern kann das Fasten - je nach Methode - schon.
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Während des Heilfastens gibt es nur flüssige Nahrung - wie eine Gemüsebrühe – Foto: ©Hetizia - stock.adobe.com

Wer fastet, verzichtet teilweise oder völlig auf Nahrung. Zum Abnehmen taugen kurzfristige Fastenkuren zwar  nicht. Andererseits setzt sich der Fastende im Rahmen seiner Fastenkur oft mit seinem Körper, seiner Gesundheit und seiner Ernährung auseinander. Das kann den Einstieg in eine gesundheitsfördernde Ernährung bereiten.

Auf Fasten verzichten sollten Senioren, Schwangere, Stillende, Jugendliche und Kinder. Gleiches gilt für Menschen mit bestimmten Krankheiten wie Essstörungen oder Leber- und Nierenkrankheiten. Je nach Fastenart kann bei ihnen eine ausgewogene Nährstoffzufuhr gefährdet sein, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Heilfasten sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen

Heilfasten hat eine jahrtausendalte Tradition und zielt darauf ab, Körper, Geist und Seele zu reinigen. Es wird sowohl zur Gesundheitsprävention als auch zur Therapie bei bestimmten Krankheiten angewendet. Heilfasten sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Eine Heilfastenkur dauert üblicherweise 7-10 Tage. Zudem sollten ein Vorbereitungstag mit ca. 1.000 kcal/Tag inklusive Verzicht auf Koffein, Alkohol und Nikotin sowie nach dem Fasten drei Tage zur Normalisierung des Essverhaltens eingeplant werden.

Während der Fastentage wird dem Körper nur eine sehr geringe Energiemenge von max. 500 kcal/Tag in Form flüssiger Nahrung zugeführt. Vorteilhafte Effekte des Heilfastens sind bei bestimmten Krankheiten, beim  Metabolischen Syndrom, chronischen Entzündungen oder psychosomatischen Krankheiten wissenschaftlich belegt. Gesunde Menschen können diese Fastenart als Einstieg in eine Gewichtsabnahme nutzen. Zum dauerhaften Abnehmen ist sie ungeeignet.

 

Basenfasten will den Körper entsäuern

Durch Basenfasten soll der Körper entsäuert werden – eine Methode, die aus der Alternativmedizin stammt. Basenfastende dürfen nur Lebensmittel verzehren, die als basisch gelten, wie Gemüse, Obst sowie einige Nüsse und hochwertiges Lein-, Oliven- oder Rapsöl. Als Getränke stehen Quellwasser sowie verdünnte Kräutertees zur Verfügung.

Wissenschaftliche Beweise für die Wirkung dieser Fastenmethode fehlen: Weder die Existenz von Schlacken im Körper ist nachgewiesen noch die Annahme, dass säurebildende Lebensmittel den Säure-Basen-Haushalt des Körpers stören. Weil lebenswichtige Nährstoffe auf Dauer in zu geringen Mengen zugeführt werden könnten, rät die DGE von langfristigem Basenfasten ab.

Intervallfasten könnte gesunden Stoffwechsel fördern

Intervallfasten bedeutet, stunden- oder tageweise auf Nahrung zu verzichten. Es gibt unterschiedliche Konzepte, zwei aufeinander folgende Fastentage, zwei festgelegte Fastentage pro Woche, alternierendes Fasten oder eine 16-stündige Fastenphase über die Nacht. Empfehlungen, welche Lebensmittel an den restlichen Tagen ausgewählt werden sollten, fehlen.

Dem Intervallfasten werden gesundheitsfördernde Wirkungen auf den Stoffwechsel zugeschrieben. Wissenschaftliche Studien zu Langzeitfolgen des Intervallfastens liegen nicht vor. In der Regel will der Fastende damit langfristig Gewicht reduzieren. Bisherige Daten deuten auf eine positive Wirkung auf Gesundheit und Gewichtsabnahme hin.

Die DGE hält Intervallfasten aber für nicht für sinnvoll, um sein Gewicht langfristig zu regulieren, da konkrete Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl fehlen. Eine Ernährungsumstellung hin zu einer ernährungsphysiologisch günstigen Lebensmittelauswahl findet dadurch in der Regel nicht statt.

Foto: fotolia.com

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