18. März 2024 14:00 - 17:00 Uhr

„Stimmen gegen die Sprachlosigkeit – Eine Intervention“

Die Veranstaltung „Stimmen gegen die Sprachlosigkeit – Eine Intervention“ ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von Zentrum ÜBERLEBEN und Gesundheitsstadt Berlin.

Im Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung das Versprechen aufgenommen, die Sprach- und Kulturmittlung in die gesundheitliche Regelversorgung aufzunehmen (SGB V). Bislang handelt es sich dabei jedoch um leere Lippenbekenntnisse – die Sprachmittlung muss weiterhin größtenteils aus Spenden finanziert werden. Aus diesem Grund lädt das Zentrum ÜBERLEBEN zusammen mit Gesundheitsstadt Berlin e.V. am 18. März zur Veranstaltung „Stimmen gegen die Sprachlosigkeit – Eine Intervention“ ein. Dort werden wir uns u.a. mit Gästen aus Politik und Presse über die Relevanz von Sprach- und Kulturmittlung austauschen und klare politische Forderungen ausarbeiten.

Folgende Referent:innen werden dabei einen Impulsvortrag halten:

  • Professor Dr. Dr. Andreas Heinz (Direktor Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Campus Charité Mitte): „Einsatz von Sprach- und Kulturmittler:innen – Stand und Bedarf“ 
  • Professor Dr. Meryam Schouler-Ocak (Leitende Oberärztin der Psychiatrischen Institutsambulanz, Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus): „Sprach- und Kulturmittlung – Daten und Fakten sowie Beispiele aus der Praxis“
  • Dr. David Keller (Abteilungsleitung BNS-Fachstelle für traumatisierte Geflüchtete und Überlebende schwerer Gewalt im Zentrum ÜBERLEBEN): „Zur Notwendigkeit von Übersetzung – eine kulturwissenschaftliche Perspektive“
  • Professor Dr. Ulrike Kluge (Leitende Psychologin und Gruppenanalytikerin Campus Charité Mitte): Was könnte ein Gesetzesentwurf zur Regelung von Sprachmittlungsleistungen im SGB V ermöglichen? 
  • Frau Schada Ghadban (Sprach- und Kulturmittler:in im Zentrum ÜBERLEBEN): „Perspektivwechsel und Notwendigkeit aus der Sicht der Sprach- und Kulturmittler:innen“ 
  • Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Grüne-Bundestagsabgeordnete im Gesundheitsausschuss): „Weil gegenseitiges Verstehen die Grundlage für Gesundung ist, braucht es Sprach- und Kulturmittlung“ 
  • Herr Lukas Welz (Geschäftsführer der Bundesweitern Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V.): „Wie weiter bei der gesetzlichen Verankerung von Sprachmittlung?“ 
  • Moderation: Helena Weise (Freie Journalistin mit Schwerpunkt auf Reportagen und Longreads) 

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte: Esther Beuth-Heyer, Leitung Kommunikation und Marketing Gesundheitsstadt Berlin, E-Mail: beuth-heyer[at]gesundheitsstadt-berlin[dot]de