. Berlin

Erwin Böttinger wird neuer Leiter des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (BIH)

Der neue Vorstandsvorsitzende des Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) heißt Erwin Böttinger. Der deutsche Mediziner und Spitzenforscher kehrt nach fast 30 Jahren USA wieder nach Deutschland zurück.
Erwin Böttinger wird neuer Leiter des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung

Von New York nach Berlin: Böttinger wird Chef am Berlin Institute of Health

Erwin Böttinger galt schon seit längerem als aussichtsreichster Kandidat für den Vorstandsvorsitz am Berliner Institut für GesundheitsforschungHeute gab Bundesforschungsministerin Johanna Wanka die Personalie offiziell bekannt. Der 51-jährige Mediziner und Wissenschaftler wird demnach am 1. November 2015 die Nachfolge von Ernst Theodor Rietschel antreten. Mit dem Amtsbeginn am Berliner Institut für Gesundheitsforschung erhält er zugleich einen Ruf als Professor für "Personalisierte Medizin" an die Charité. Die Professur wurde neu eingerichtet und trägt Böttingers Forschungsschwerpunkt Rechnung. Der Nierenspezialist ist seit 2007 Direktor des Charles Bronfman Instituts für personalisierte Medizin an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York.

Gut für den Forschungsstandort 

"Die Rückkehr eines international so erfolgreichen Forschers wie Herrn Erwin Böttinger freut mich ganz besonders, denn sie zeigt, dass Deutschland ein hoch attraktiver Standort für internationale Spitzenforscher ist“, betonte Johanna Wanka. Mit seiner Expertise in dem zukunftsträchtigen Thema der personalisierten Medizin könne Böttinger wichtige Impulse in der Gesundheitsforschung setzen, so die Ministerin. Außerdem profitiere die deutschlandweite und internationale Profilierung des Instituts erheblich davon. Auch Berlins Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres freute sich über den Zuzug aus New York: "Mit Erwin Böttinger haben wir eine international herausragende Persönlichkeit nach Berlin geholt“, erklärte sie. Berlins Spitzenstellung in der Gesundheitsforschung erfahre eine weitere Stärkung."

Erwin Böttinger hat an der Universität in Erlangen-Nürnberg Medizin studiert und ging 1987 in die USA. Dort war er unter anderem am Massachusetts General Hospital, der Harvard Medical School sowie am National Cancer Institute in Bethesda als Forscher tätig. Von 2000 bis 2004 leitete er das Zentrum für Biotechnologie am Albert Einstein College of Medicine in New York. Anschließend wechselte er an die Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York. Mehr über den Spitzenforscher kann man zum Beispiel auf seinem Twitter-Account erfahren.  

Böttinger kommt mit Begeisterung nach Berlin

Die Führung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung übernehme er mit Begeisterung, „weil hier exzellente Wissenschaftler arbeiten“, erklärte der designierte BIH-Vorstandsvorsitzende.  Er lobte auch die hochmodernen Technologieplattformen für innovative biomedizinische Forschung, die an Charité und MDC vorhanden sind. Diese müssten zum Wohle der Patientinnen und Patienten optimal zusammengeführt und zur translationalen Anwendung gebracht werden. „Damit können wir die großen medizinischen Herausforderungen der Zukunft in Prävention, Diagnose und Therapie meistern. Ernst Rietschel hat als Gründungs-Vorstandsvorsitzender dafür bedeutende Vorarbeit geleistet", so Böttinger.

Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institut of Health (BIG/BIH) wurde 2013 gegründet und wird seither vom ehemaligen Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft Prof. Ernst Rietschel geleitet. Seit April 2015 ist das Berliner Institut für Gesundheitsforschung rechtlich selbstständige Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Foto: BIH 

Hauptkategorie: Berlin

Weitere Nachrichten zum Thema Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH)

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Regelschmerzen sind für viele Frauen bis zu einem gewissen Punkt normal. Werden sie jedoch unerträglich, kann eine Endometriose dahinterstecken, eine chronische Erkrankung, die zur Unfruchtbarkeit führen kann. Die Diagnose ist schwierig, und auch die Therapie kann kompliziert sein.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) überprüfte anhand von Blut- und Urinproben die Versorgung der Deutschen mit Vitamin D, Folat, Natrium, Kalium und Jod. Ergebnis: Deutschen mangelt es an Vitamin D.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.
Kinder, Job – und Reha? Mit der „Berufsbegleitenden Rehabilitation“ passt alles unter einen Hut, meint Christoph Gensch von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Im Interview verrät der Reha-Experte, was es mit dem neuen Modellprojekt auf sich hat.