. Nicht alkoholische Fettleber

Ernährungsminimalismus kommt der Leber zu Gute

Minimalismus ist die neue Antwort auf den Überfluss. Ein Konsumverzicht beim Essen täte auch dem Körper gut. Zum Beispiel, um einer nicht alkoholischen Fettlebererkrankung vorzubeugen.
Jeder vierte über 40 hat eine Fettleber

Weniger Kalorien = mehr Gesundheit: Jeder vierte über 40 hat eine Fettleber

Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen, Dominosteine und Christstollen – Weihnachten hat dem einen oder anderen wieder ein paar Pfund mehr beschert. Dass Übergewicht nicht gesund ist und auf Dauer zu Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen führt, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist, dass auch die Leber darunter leidet. Nach Angaben der Deutschen Leberstiftung ist jeder vierte Bundesbürger über 40 Jahre bereits von einer nicht-alkoholischen Fettleber betroffen. Und jedes dritte übergewichtige Kind leidet bereits an der Leberentzündung. Der Grund: Werden dem Körper ständig mehr Kalorien zugeführt werden, als er verbrennen kann, wird die überschüssige Energie in Form von Fett eingelagert – nicht nur im Fettgewebe, sondern auch in der Leber.

Bauchfett besonders gefährlich

„Minimalismus“ bei der Ernährung ist ein wichtiger Beitrag zur Lebergesundheit“, sagt die Deutsche Leberstiftung. Ein besonders hohes Risiko für eine nicht-alkoholische Fettleber haben demnach Menschen, die am sogenannten metabolischen Syndrom leiden – eine Kombination aus Übergewicht, dauerhaft erhöhtem Blutzuckerspiegel, erhöhten Blutfettwerte und Bluthochdruck. „Hierbei ist speziell das Bauchfett ein besonderer Risikofaktor“, betont Professor Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.

Manns warnt rät zu Ernährungsminimalismus und zitiert den deutschen Philosophen Friedrich W. Nietzsche: „Du musst nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit dem Kopfe essen, damit dich nicht die Naschhaftigkeit des Mundes zugrunde richtet.“

 

Folge Leberkrebs

Wie aktuell die Aussage aus dem 19. Jahrhundert noch ist, belegen zahlreiche Studien, die eine Verbindung zwischen Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht und dem Entstehen von Krankheiten bis hin zum Wachstum bestimmter Tumorarten aufzeigen. „Es ist bewiesen, dass auch bei einigen Leberzellkrebs-Erkrankungen die onkogenen Risikofaktoren Nikotin- und Alkoholkonsum, Übergewicht, Adipositas und fehlende Bewegung eine entscheidende Rolle spielen“, sagt der Leberexperte.  Alle genannten Risikofaktoren seien vermeidbar, „deswegen appellieren wir zum Start des neuen Jahres an die Verantwortung, die jeder Mensch für seine Gesundheit übernehmen sollte.“

Foto: pixabay

Autor: ham
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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