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01.10.2012

Ernährung verbessert Spermienqualität bei älteren Männern

Um ihre Spermienqualität zu verbessern, sollten ältere Männer auf eine gesunde Ernährung achten. Vor allem die ausreichende Zufuhr von Spurenelementen ist wichtig, um DNA-Schäden vorzubeugen.
Gesunde Ernährung kann Spermienqualität verbessern

Gesunde Ernährung kann Spermienqualität verbessern

Dass eine gesunde Ernährung die Spermienqualität verbessern kann, wurde schon in mehreren Studien bewiesen. Eine neue Untersuchung zeigt nun, dass dies vor allem für ältere Männer gilt, während jüngere kaum von einer Ernährungsumstellung profitieren. Hierfür untersuchten Forscher des Lawrence Berkeley National Laboratory die Spermien von 80 männlichen Probanden im Alter zwischen 22 und 80 Jahren. Alle Männer waren gesund, Nichtraucher und hatten keine Fertilitätsprobleme.

Wie die Forscher im Fachmagazin Fertility and Sterility berichteten, untersuchten sie die Spermien der Männer mit dem sogenannten Comet-Assay, einem Verfahren auf Basis der Elektrophorese, auf mögliche DNA-Schäden. Zudem ermittelten sie mit Hilfe von Fragebögen, wie viele Spurenelemente die Teilnehmer täglich zu sich nahmen. Zu diesen Mikronährstoffen gehören beispielsweise Vitamin C, E, Beta-Karotin, Zink und Folsäure.

Vitamin C verhindert DNA-Schäden

Die Untersuchung zeigte, dass die Spermienqualität besser war, je mehr Spurenelemente die Männer verzehrt hatten. So wiesen die Spermien der Probanden, die am meisten Vitamin C konsumiert hatten, 16 Prozent weniger DNA-Schäden auf als bei denjenigen, die kaum Vitamin C zu sich nahmen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen die Forscher bei Vitamin E, Zink und Folsäure, allerdings nicht bei Beta-Karotin.

 

Effekt bei älteren Männern

Dabei zeigte sich der positive Effekt einer gesunden Ernährung auf die Spermien vor allem bei Männern über 44 Jahren. So hatten die Teilnehmer dieser Altersgruppe, die viel Vitamin C zu sich nahmen, sogar 20 Prozent weniger DNA-Schäden als andere. Bei jüngeren Männern zeigten sich diese Unterschiede nicht. Ob eine bessere Spermienqualität auch automatisch eine höhere Fruchtbarkeit oder gesündere Kinder bedeutet, besagt die Studie nicht.

Foto: Serghei Velusceac / fotolia.com

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