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07.01.2020

Ernährung senkt das Risiko für Makuladegeneration

Ein bestimmte Ernährung - die so genannte Mittelmeer-Diät - kann das Risiko für Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) senken. Das meldet die Stiftung Auge.
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Eine Ernährung mit viel Gemüse und Olivenöl beugt der Altersbedingten Makuladegeneration vor

Eine bestimmte Ernährung - die so genannte Mittelmeer-Diät - kann das Risiko für eine altersabhängige Makuladegeneration (AMD) senken. Das geht aus einer US-Studie hervor, die in der Fachzeitschrift Ophthalmology erschien. Darin werteten Wissenschaftler Daten zu den Essgewohnheiten und dem Gesundheitszustand der Augen von fast 5.000 Patienten aus.

Sie fanden heraus, dass Menschen, die regelmäßig viel Gemüse, Fisch und Olivenöl zu sich nahmen, seltener an AMD erkrankten als Menschen mit einem hohen Konsum an Fleisch, Milchprodukten und Alkohol. "Das persönliche Risiko, an einer AMD zu erkranken, hängt von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise genetischer Veranlagung, Umwelteinflüssen oder dem Lebensstil. Auch die Ernährung spielt dabei eine Rolle",  sagt Prof. Frank Holz, Vorsitzender der Stiftung Auge.

Sind Karotten gut für die Augen?

Der Experte betont, dass sich um die Wirkung bestimmter Nahrungsmittel auf die Augen viele Mythen ranken. "Allgemein kann man durch den Konsum eines bestimmten Lebensmittels die Sehkraft der Augen nicht direkt beeinflussen. Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung aus natürlichen Zutaten in Kombination mit regelmäßiger Bewegung hilft jedoch dabei, die Funktion der Augen intakt zu halten und gewissen Augenerkrankungen vorzubeugen", so der Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn.

Ein verbreiteter Mythos ist, dass Karotten gut für die Augen sind. "Direkt verbessern kann man seine Sehkraft mit Karotten nicht. Allerdings hilft der darin enthaltene Farbstoff Beta-Karotin, die normale Funktionsfähigkeit des Auges aufrechtzuerhalten", sagt Holz. Der Körper wandelt Beta-Karotin in Vitamin A um, welches das menschliche Auge benötigt, um in den Stäbchen und Zapfen der Netzhaut Sehpigmente zu bilden.

 

Pflanzenstoff Resveratrol schützt vor Glaukom

Ein Mangel an Vitamin A kann sich durch Sehprobleme bei Nacht äußern, kommt jedoch bei der in Industrieländern üblichen Ernährung extrem selten vor. Zwei weitere Karotinoide - Lutein und Zeaxanthin - sind für das Auge essenziell. Sie sorgen für die Färbung der Makula lutae mit dem Punkt des schärfsten Sehens. Damit schützen die Stoffe diese wenige Quadratmillimeter große Stelle der Netzhaut vor Schäden durch Lichtstrahlen. Sie kommen in Karotten, Grünkohl, Spinat, Blattsalat, Rosenkohl und Mais vor.

Weitere Studien zeigen, dass eine gesunde Ernährung auch dazu beitragen kann, Augenerkrankungen wie dem Grünen und dem Grauen Star vorzubeugen. Der antioxidative Stoff Resveratrol etwa hat möglicherweise einen positiven Effekt bei einem Glaukom, da er die krankhaft beschleunigte Zellalterung am Sehnerv hemmt. Resveratrol kommt vor allem in den Schalen von Weintrauben, Himbeeren, Pflaumen sowie in Erdnüssen vor.

Vitamin C beugt Grauem Star vor

Auch beim Katarakt spielt die Ernährung eine Rolle. "Mehrere Studien haben in den vergangenen Jahren Hinweise darauf geliefert, dass eine geringe Vitamin-C-Aufnahme das Risiko einer Trübung der Augenlinse erhöht", sagt der Experte. Er empfiehlt, Nahrungsmittel mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt in den Speiseplan einzubauen.

Foto: weyo/adobe.com

Autor: bab
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