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Energy Drinks sorgen für Herzversagen und bereiten keine Flügel !

Übermäßiger Konsum von Energy Drinks kann zu erhöhtem Herzschlag und Blutdruck, Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzversagen führen. Dies geht aus einer Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor, mit der erstmals europaweit das Risiko der koffeinhaltigen Getränke bewertet wird.

Flügel oder Herzrasen - das ist hier die Frage!

Die Ergebnisse wurden gestern im  ZDF-Magazin "Frontal 21 vorgestellt. Laut ZDF warnt die Behörde vor den gesundheitlichen Risiken durch erhöhten Koffein-Konsum.

Nach Angaben dieser Studie gilt für einen gesunden Erwachsenen eine Tagesdosis Koffein von 400 Milligramm als unbedenklich – „das entspricht circa vier Tassen Espresso“, heißt es in der Pressemitteilung des ZDF. Diese Menge werde von Millionen junger Menschen in Europa immer wieder durch übermäßigen Konsum von Energy Drinks und Energy Shots überschritten - insbesondere in Kombination mit Alkohol. „Einer früheren EFSA-Studie zufolge greifen 68 Prozent der Teenager zu den Getränken. Davon sind laut Experten 12 Prozent "high chronic consumers" (Konsum mindestens viermal wöchentlich), weitere 12 Prozent "high acute consumers" (mehr als ein Liter pro Konsum)“, heißt es.

Experten fordern ein Abgabeverbot an Kinder und Jugendliche  - das wird allerdings abgelehnt

Die Verbraucherorganisation foodwatch fordert deshalb ein Abgabeverbot an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. "Das Bundesernährungsministerium und auch die EU nehmen billigend in Kauf, dass hier immer mehr Kinder und Jugendliche gefährdet werden, dass immer mehr Fälle auftreten von Herzrhythmusstörungen, von Nierenversagen, von Krampfanfällen", wird Oliver Huizinga, Experte für Lebensmittelkennzeichnung bei foodwatch zitiert.

 

Reichen Warnhinweise auf den Dosen aus? Der Ernährungsminister meint: ja!

Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) lehnt dagegen nach Aussagen des ZDF ein Verkaufsverbot an Minderjährige in Deutschland ab. Warnhinweise auf den Dosen reichten aus, um den Verbraucher zu schützen, erklärte Schmidt im Interview mit "Frontal 21": "Ich sehe keinen akuten Handlungsbedarf." Auch Detlef Groß, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, sieht keine sachliche oder rechtlich tragfähige Grundlage für ein Verbot. Energy Drinks seien nach allgemein anerkannter wissenschaftlicher Bewertung sicher und gesundheitlich unbedenklich.

Foto: Fotolia - mediterranean

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorie: Prävention und Reha
 

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