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Eine Krankenversicherung fürs Ausland lohnt sich

Samstag, 13. Juli 2019 – Autor:
Krank werden im Urlaub kann teuer werden – auch innerhalb Europas. Ein paar Rechenbeispiele zeigen, warum sich eine private Auslandskrankenversicherung in jedem Fall lohnt.
Eine Krankenversicherung fürs Ausland lohnt sich

Wer im Urlaub krank wird, bleibt ohne Zusatzversicherung meist auf horrenden Kosten sitzen

Reisen werden heute mit wenigen Klicks übers Internet gebucht. Wer denkt dabei schon daran, im Urlaub ernsthaft krank zu werden? Und außerdem gilt die deutsche Krankenversicherungskarte doch auch in Europa, oder?

Tatsächlich bietet die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) innerhalb von EU-Mitgliedsstaaten einen gewissen Versicherungsschutz. Sie ist auf der Rückseite der deutschen Gesundheitskarte aufgedruckt. Doch eine Vollkasko fürs europäische Ausland bietet die gesetzliche Krankenversicherung nicht.

GKV im Ausland keine Vollkasko

Zum einen darf sich der Patient nur bei Ärzten oder in Krankenhäusern behandeln lassen, die zum jeweiligen System der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gehören. Privatärztliche Behandlungen, wie sie in vielen Urlaubsorten – oft ausschließlich - angeboten werden, gehören nicht dazu.

Außerdem werden nicht alle Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet. Ein Krankenrücktransport nach Deutschland gehört zum Beispiel nicht in den Leistungskatalog der GKV. Und bei Reisen außerhalb der EU bleiben Urlauber komplett auf den Kosten sitzen. Da können schnell mehreren Tausend Euro fällig werden.

 

Krankheitskosten auf Fernreisen werden nicht erstattet

Richtig teuer wird es, wenn ein Patient aus dem Urlaubsland mit einem der vier Ambulanzflugzeuge des ADAC zurück nach Deutschland geflogen werden muss. Ein Intensivtransport von Mallorca schlägt zum Beispiel mit 24.000 Euro zu Buche, von Kreta mit 28.000 und aus Antalya mit 31.000 Euro.

Noch teurer wird es bei Fernreisen und wenn spezielle medizinische Geräte zum Einsatz kommen. Laut ADAC hat der Rücktransport einer Urlauberin, die mit Verdacht auf akutes Lungenversagen in einem thailändischen Krankenhaus lag, sage und schreibe 160.000 Euro gekostet. Auf dem Flug musste eine mobile Herz-Lungen-Maschine eingesetzt werden, ein deutsches Ärzteteam begleitete die Frau. Die gesamten Krankheitskosten bis zur Einlieferung in ein deutsches Krankenhaus beliefen sich auf rund 250.000 Euro.

Auslandskrankenversicherung vergleichsweise günstig

Das Auswärtige Amt und die gesetzlichen Krankenkassen raten Reisenden deshalb, unbedingt eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Der Auslandskrankenschutz deckt weltweit Krankheitskosten und einen Rücktransport nach Deutschland ab. Solche privaten Zusatzversicherungen sind schon ab rund 13 Euro pro Jahr zu haben. Eine Auslandskrankenversicherung lohnt sich also in jedem Fall, auch bei Reisen innerhalb der EU.

Foto: ADAC SE

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