. Herz-Kreislauf-System

Ein Ei am Tag schadet nicht

Ist das Frühstücksei schlecht für die Gesundheit von Herz und Gefäßen? Nein, sagt eine aktuelle Metastudie. Die zeigt: Ein Ei am Tag schadet nicht.
Frühstücksei, Ei, Eier

Ein Ei am Tag schadet nicht der Gesundheit von Herz und Gefäßen

Ist das Frühstücksei schlecht für die Gesundheit von Herz und Gefäßen ist? Nein, sagt eine aktuelle Metastudie. Die zeigt: Ein Ei am Tag ist in Ordnung. Dafür analysierten kanadische Forscher drei große internationale Langzeitstudien.

Das Team des Population Health Research Institute (PHRI) der McMaster University und von Hamilton Health Sciences kam zu dem Schluss, dass der Verzehr von Eiern keinen Schaden anrichtet. Die Mehrheit der Personen in der Studie konsumierte ein oder weniger Eier pro Tag. Dieses Niveau wäre sicher, sagt Mahshid Dehghan, Erstautorin und PHRI-Forscherin.

Kein Zusammenhang mit Cholesterinwert

"Eine moderate Eizufuhr, die bei den meisten Menschen etwa ein Ei pro Tag beträgt, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Mortalität nicht, auch wenn in der Vergangenheit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes aufgetreten sind", so Deghan.

"Es wurde auch kein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Eiern und dem Cholesterin im Blut, seinen Bestandteilen oder anderen Risikofaktoren festgestellt. Diese Ergebnisse sind robust und sowohl für gesunde Personen als auch für Personen mit Gefäßerkrankungen allgemein anwendbar."

 

Frühere Studien waren widersprüchlich

Die Studie erschien im American Journal of Clinical Nutrition. Obwohl Eier eine kostengünstige Quelle für essentielle Nährstoffe sind, wird in einigen Leitlinien empfohlen, den Verzehr auf weniger als drei Stück pro Woche zu beschränken, da sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhten.

Frühere Studien zu Eikonsum und Krankheiten seien widersprüchlich gewesen, sagte Salim Yusuf, Hauptforscher der Studie und Direktor des PHRI. "Dies liegt daran, dass die meisten dieser Studien relativ klein oder mittelgroß waren und keine Personen aus einer großen Anzahl von Ländern umfassten", sagte er.

Ein Ei am Tag schadet nicht

Für ihre Untersuchung werteten die Forscher die internationale PURE-Studie mit 146.011 Teilnehmern aus. Dazu kamen zwei internationale prospektive Studien (ONTARGET und TRANSCEND) mit 31.544 Patienten mit bereits bestehenden Gefäßerkrankungen. Der Eikonsum wurde mit Fragebögen ermittelt.

Es gab im Verlauf 12.701 Todesfälle und 13.658 neu aufgetretete kardiovaskuläre Erkrankungen. Es wurden keine Assoziationen zwischen Ei-Aufnahme, Blutfettwerten, Mortalität oder größeren kardiovaskulären Ereignissen beobachtet. Dabei gab es eine breite Palette was unterschiedliche Ernährungs- und Lebensstile und den sozioökonomischen Status der Propanden betraf. Insgesamt kamen die Teilnehmer aus 50 Ländern auf sechs Kontinenten, was die Verallgemeinerbarkeit dieser Ergebnisse erhöht, betonte Yusuf. Das heißt: Ein Ei am Tag schadet nicht.

Foto: Adobe Stock/Robert Neumann

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Cholesterin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Eier

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Schulen, Doppelbelastungen – viele Familien sind diesen Herausforderungen nicht gewachsen. Konflikte und Streits drohen zu eskalieren. Vor allem in Familien, in denen es schon vor der Krise zu Gewalttaten kam, kann es jetzt richtig gefährlich werden.
Vor einer Infektion mit dem neuen Coronavirus kann Sport nicht schützen. Doch kommt es zur Lungenerkrankung Covid-19, kann körperliche Fitness dazu beitragen, den Krankheitsverlauf abzumildern. Das sagt ein Sportmediziner der Universität Paderborn.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin Mehrzweckraum, EG
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Work-Life-Balance, geregelte Arbeitszeiten – in altersgemischten Stationsteams prallen Welten aufeinander. Wie sich der Generationenkonflikt im Krankenhaus lösen lässt, weiß Professor Wolfgang Kölfen, Chefarzt und Kommunikationsberater aus Mönchengladbach.
Die Universitätsmedizin Essen ist Smart Hospital und aktiv am Aufbau des virtuellen Krankenhauses in Nordrhein-Westfalen beteiligt. Über die Chancen der digitalen Transformation und die Hürden auf diesem Weg hat Gesundheitsstadt Berlin mit der Digital Change Managerin der Universitätsmedizin Dr. Anke Diehl gesprochen.