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„Ein Apfel am Tag“ – Gesundheitsförderung im Betrieb kommt an

„90 Prozent der Betriebe unterstützen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter aktiv oder planen dies konkret“. Das ist das Ergebnis des aktuellen DIHK-Unternehmensbarometers zur Gesundheitsvorsorge.
Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliche Prävention lohnt sich

Allerdings lehnen mehr als neun von zehn Unternehmen weitere gesetzliche Vorgaben ab. Schwierigkeiten gibt es in der Anwendung des gesetzlichen Steuerfreibetrags für die betriebliche Gesundheitsförderung.„Der Ertrag eines eingesetzten Euros in der betrieblichen Prävention beträgt zwischen 2 und 3 Euro“, macht Dr. Achim Dercks, stv. DIHK-Hauptgeschäftsführer, bei der Präsentation des DIHK-Unternehmensbarometers zur Gesundheitsvorsorge deutlich. Und übt Kritik. Viel zu kompliziert sei die Anwendung des Steuerfreibetrags für die betriebliche Gesundheitsförderung von bis zu 500 Euro je Mitarbeiter/-in und Jahr. Deswegen werde dieser nur von 17 Prozent der befragten 1.500 Unternehmen genutzt, sagt Dercks. „Viele Finanzämter kennen sich hier nicht aus und erkennen die Steuerfreibeträge für betriebliche Gesundheitsförderung nicht an.“

Immer mehr kleine Unternehmen entdecken die betriebliche Gesundheitsförderung als Mittel zur Fachkräftesicherung

90 Prozent der Betriebe bieten derzeit mindestens eine Maßnahme der betrieblichen Gesundheitsförderung an oder planen dies konkret. 35 Prozent der Betriebe wollen ihre Aktivitäten ausbauen. „Viele Betriebe haben den demografischen Wandel längst erkannt und gehen diesen an.“

Dercks ergänzt: "In den vergangenen fünf Jahren hat die Bedeutung der Gesundheitsförderung bei 65 Prozent der Unternehmen zugenommen". Dies gelte jetzt auch für kleine Unternehmen. Hier messen mittlerweile 40 Prozent der Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern dem Thema eine steigende Bedeutung bei. Bislang kommen jedoch die finanziellen Mittel zur betrieblichen Gesundheitsförderung etwa der Gesetzlichen Krankenkassen insbesondere größeren Unternehmen zu Gute. Dort arbeiten mehr Versicherte der Kassen.

Mit Blick auf die steigende Zahl der psychischen Erkrankungen mahnt Dercks: "Es ist verfehlt, hierfür das Arbeitsumfeld allein verantwortlich zu machen". Dennoch seien die Betriebe "bemerkenswert aktiv". Angebote zur Stressbewältigung stünden bei 26 Prozent der Umfrageteilnehmer auf der Agenda.

Mehr als neun von zehn Unternehmen lehnen weitere gesetzliche Vorgaben ab

Mehr als neun von zehn Unternehmen lehnen weitere gesetzliche Vorgaben ab. „Das ist ein wichtiges Signal“, sagt Dercks, „denn in der politischen Diskussion wird eine strengere Regulierung häufig als vermeintlicher Königsweg zu einer noch besseren betrieblichen Gesundheitsförderung gesehen“.

Dercks resümiert: "Die Unternehmen übernehmen Verantwortung und wissen, dass sie im Einsatz um knapper werdende Fachkräfte auf motivierte und gesunde Mitarbeiter setzen müssen".

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