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Drei kleine Zahlen belegen die große Bedeutung der Gesundheitswirtschaft

Donnerstag, 11. Juni 2015 – Autor: Cornelia Wanke
Mit der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung (GGR) hat das Bundeswirtschaftsministerium erstmals ein Instrument geschaffen, die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland darzustellen. Die Idee der GGR stellte Dr. Dennis Ostwald kürzlich in Berlin vor.

Kostentreiber oder Motor? Welchen Stellenwert hat die Gesundheitswirtschaft? – Foto: werbefoto-burger.ch - Fotolia

„Merken Sie sich die 15, 11 und 7. Das sind die Zahlen, die die deutsche Gesundheitswirtschaft prägen“, sagte Ostwald vor Vertretern der Politik, der Kassen und der Gesundheitswirtschaft. Der Geschäftsführer des unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitutes WiFOR, das als Ausgründung aus der TU Darmstadt entstanden ist. Das WiFOR hat im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft das so genannte Gesundheitssatellitenkonto zu einer Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung weiter entwickelt – und kann damit „den ökonomischen Fußabdruck der Gesundheitswirtschaft in Deutschland“ zeigen, so Ostwald. 

Gesundheitswirtschaft hat sich auch in Krisenzeiten als Stabilisator gezeigt

Ostwald erklärte auch, was es mit der Kombination 15-11-7 auf sich hat: „15 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in der Gesundheitswirtschaft, diese macht elf Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus – und der Anteil der Exporte der Gesundheitswirtschaft am Gesamtexport beträgt etwa sieben Prozent.“ Damit sei die Gesundheitswirtschaft eine Wachtsums- und beschäftigungsintensive Branche, so der Experte. Und vor allem auch ein Stabilisator: So sei die Zahl der Beschäftigten auch in Krisenzeiten um ein Drittel mehr gestiegen als die Gesamtwirtschat. Das Preisniveau sei über die Jahre hinweg weniger stark gestiegen als in anderen Branchen. „Die Beschäftigungsstabilität ist also gerade auch auf den Bereich der Gesundheitswirtschaft zurückzuführen“, sagte Ostwald – und: „Die Hegemonie der Kostendebatte ist damit gebrochen“, so der Wissenschaftler. 

 

Entscheidungen, die die Gesundheitswirtschaft betreffen, können nun ökonomisch bewerten werden

„Wir können damit zum ersten Mal die Wirkungszusammenhänge in der Wirtschaft analysieren – und haben auch die Chance, diese politisch zu bewerten“, sagte Ministerialdirektor Harald Kuhne, Leiter der Zentralabteilung im BMWi. Das biete die Chance, Entscheidungen, die die Gesundheitswirtschaft betreffen, volkswirtschaftlich zu bewerten. Darüber hinaus zeige die GGR auch die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft generell auf. „Wir können das, was wir vorher immer wussten, aber nie beziffern konnten, nun auch mit Zahlen belegen“, so Kuhne: „15, 11 und 7!“

Foto: Fotolia - werbefoto burger 

Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
 

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