. Nahrungsergänzungsmittel

DMBA-Produkte dürfen nicht mehr verkauft werden

Viele Sportler schwören auf Nahrungsergänzungsmittel. Solche mit der Substanz DMBA (1.3-Dimethylbutylamin) dürfen in Deutschland nicht mehr verkauft werden.
Viele Sportler wie Bodybuilder unterstützen ihr Training mit Nahrungsergänzungsmitteln.

Vor allem im Kraftsport sind Nahrungsergänzungsmittel beliebt.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin weist daraufhin, dass Nahrungsergänzungsmittel, die DMBA enthalten, unerwünschte Nebenwirkungen haben können und nicht veräußert werden dürfen. Im vergangenen Jahr wurde ein DMBA-haltiges Nahrungsergänzungsmittel von den Überwachungsbehörden vom Markt genommen. 

Verbraucher in den Niederlanden hatten im Oktober 2014 unerwünschte Wirkungen nach der Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels gemeldet. Sie klagten über Unruhe, Bewegungsdrang und gesteigerte Aufmerksamkeit. Untersuchungen ergaben, dass sie ein aus Kanada stammendes Nahrungsergänzungsmittel zu sich genommen hatten, das DMBA enthielt.

DMBA soll Training effektiver machen

DMBA ist eine synthetisch hergestellte, stimulierende Substanz, die vor allem zur Leistungssteigerung beim Sport genommen wird. Aufgrund der aufputschenden und leistungsverbessernden Wirkung ist DMBA in der Kraftsportszene vor allem als so genannter „pre-workout-booster“ beliebt. Durch die Einnahme der Stimulanz soll man härter, intensiver und besser trainieren können. DMBA wird aber auch zur Unterstützung bei der Gewichtsabnahme (fat-burner) oder zur Verbesserung der mentalen Leistungsfähigkeit angeboten. 

Das betroffene Nahrungsergänzungsmittel mit DMBA wurde auch in Deutschland vertrieben. Hier wurde es inzwischen vom Markt genommen. Allerdings, so das BVL, kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieses oder andere Produkte mit Zusatz von DMBA weiterhin, beispielsweise über den Online-Handel, angeboten werden. Das Bundesamt rät von einem Kauf dringend ab.

DMBA als Ersatz für das verbotene DMAA

DMBA ist eine nicht autorisierte Substanz. Aufgrund seiner strukturellen Ähnlichkeit zur schon länger bekannten, ebenfalls leistungssteigernden Stimulanz  1,3-Dimethylamylamin (DMAA) kann von einer pharmakologischen Wirkung ausgegangen werden. DMBA wurde bewusst als Ersatz für DMAA entwickelt. Produkte, die DMAA (bekannt auch als als Methylhexanamine oder Geranium Extrakt) enthalten, dürfen seit Mitte 2012 europaweit nicht mehr verkauft werden. Grund dafür waren Fälle von unerklärlichen Hirnblutungen bei Sportlern, die Dimethylamylamine im Blut hatten. 

Das Nachfolgeprodukt DMBA ist derzeit nicht als Arzneimittel zugelassen. Aus Sicht der BVL-Experten benötigen Lebensmittel, die DMBA enthalten, aber eine Zulassung als neuartiges Lebensmittel (Novel Food). Eine solche Zulassung liegt jedoch nicht vor. Daher sind nach Einschätzung des BVL Nahrungsergänzungsmittel, die DMBA enthalten, derzeit nicht verkehrsfähig und dürfen nicht gehandelt werden.

© Kzenon - fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Prävention und Reha

Anzeige
 

Weitere Nachrichten zum Thema Sport

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Kognitive Defizite gelten im Alter in gewisser Weise als normal. Patienten mit Herzschwäche scheinen aber schon in jüngeren Jahren ein höheres Risiko für Gedächtnisstörungen zu haben. Eine aktuelle Studie bestätigt nun den Zusammenhang.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Praxis Dr. Becker, Wittenbergplatz 2, 10789 Berlin
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin, Konferenzraum1

St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin, Konferenzraum1
. Interviews
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.