. Vergärbare Kohlenhydrate

Diese Lebensmittel sind FODMAP-arm und gut bei Reizdarm

Das Reizdarm-Syndrom ist nicht gefährlich, mindert aber die Lebensqualität. Bestimmte fermentierbare Kohlenhydrate sogenannte FODMAPs können den nervösen Darm verschlimmern. Diese Lebensmittel sind besonders FODMAP-arm und werden bei Reizdarm empfohlen.
Lebensmittel, Reizdarm

Auszug aus der Liste FODMAP-armer Lebensmittel, die bei Reizdarm empfohlen werden

Viele Menschen in Deutschland leiden an einem „nervösen Darm“. Die Diagnose Reizdarm wird dann gestellt, wenn keine andere Ursache für die Beschwerden gefunden werden. Das Reizdarm-Syndrom ist zwar nicht gefährlich, beeinträchtig aber die Lebensqualität stark: Betroffene quälen sich mit Bauchkrämpfen, Völlegefühl Durchfällen, Blähungen oder Verstopfung.

 

 

Vergärbare Kohlenhydrate verschlimmern Reizdarm

Heute weiß man, dass vergärbare Kohlenhydraten die Funktionsstörung verschlimmern. In der Fachwelt werden diese Übeltäter FODMAP genannt. Die Abkürzung steht für fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole – das sind verschiedene Arten von Kohlenhydraten, die zum Beispiel in Nudeln und Süßigkeiten enthalten sind. Bei der Verdauung produzieren diese Kohlenhydrate verstärkt Gase. Bei Personen mit Reizdarm kann dies eine zusätzliche Belastung für den angeschlagenen Darm sein.

FODMAP-arme Lebensmittel

Die AOK Hessen hat nun eine Liste mit besonders FODMAP-armen Lebensmitteln zusammengestellt.

Bei Reizdarm sehr zu empfehlen sind demnach:

  • Obst: Orange, Kiwi, Honigmelone
  • Gemüse: Paprika, Gurke, Spinat
  • Getreide: Vollkornbrot, Haferflocken, Quinoa
  • Hülsenfrüchte: Linsen
  • Nüsse: Erdnüsse, Mandeln
  • Fisch: Alle Fischarten in unverarbeitetem Zustand

Auf den eigenen Bauch hören

Ob diese Lebensmittel tatsächlich gut vertragen werden, muss jeder selbst für sich herausfinden. Ein Ernährungstagebuch kann dabei helfen. Auch die Zubereitung ist nicht unerheblich: So sind Linsen zwar FODMAP-arm, können aber stark blähen, wenn sie nicht gut durchgekocht sind. Auch rohe Paprika verträgt nicht jeder. Gedünstet sind sie meist bekömmlicher. Die Liste gibt daher nur Anhaltspunkte.Am Ende sollte immer das eigene Bauchgefühl entscheiden. 

Autor: ham
Hauptkategorie: Medizin
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