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Diese Keime lauern in Fleisch, Eiern und Rohmilch

Salmonellen, Campylobacter, Toxoplasmosen – die Liste ist der Keime ist lang, die in tierischen Produkten vorkommen können und immer wieder zu Krankheitsausbrüchen führen. Listerien führen überdurchschnittlich oft zu Todesfällen.
Salmonellen, Campylobacter, Listerien – Tierische Produkte bergen Infektionsgefahr

Salmonellen, Campylobacter, Listerien – Tierische Produkte bergen Infektionsgefahr

Milch, Fleisch und Eier galten früher als besonders hochwertige Lebensmittel. Nur die wohlhabende Bevölkerung, konnte sie sich leisten. Doch was früher vom Bauern aus dem Dorf stammte, wird heute industriemäßig in Massen produziert und gelangt über lange Lebensmittelketten zum Verbraucher. Die Folge sind keimbelastete Produkte, die krank machen können.

So führen etwa Campylobacter in Rohmilch, Salmonellen in Eiern oder Listerien in verzehrfertigen Lebensmitteln immer wieder zu Ausbruchsgeschehen mit zahlreichen Erkrankten.

Vorsicht vor Rohmilch aus dem Milchautomaten

Nach Informationen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) verursachen Campylobacter die meisten bakteriell bedingten Lebensmittelinfektionen in Deutschland. Unter den jährlich etwa 70.000 Betroffenen sind vor allem bei Kleinkinder und junge Erwachsene. Campylobacteriose-Ausbrüche gab es demnach in den letzten Jahren deutschlandweit oft bei Klein- oder Schulkindern, die bei Ausflügen Rohmilch vom Bauernhof aus Milchautomaten konsumierten.

Salmonelleninfektionen durch infiziertes Geflügel sind laut BfR dagegen in den letzten Jahren zurückgegangen. Salmonellen stecken vor allem in Eiern, aber auch in Schweinefleisch.

 

Listerien oftmals tödlich

Manchmal gehen die Infektionen böse aus und enden mit dem Tod. Listerien verursachen unter den Lebensmittelkeimen überdurchschnittlich viele Todesfälle. Listerien stecken vor allem in Fisch, Fleisch, Wurst und Milch, es können aber auch Salate und Gemüse kontaminiert sein.

Darüber hinaus registriert das Bundesinstitut zunehmend Viren in tierischen Produkten. Vor allem Hepatitis E-Infektionen sind stark angestiegen. Diese waren vor allem durch ungenügend erhitzte Leber und Rohwürste verursacht, also durch den Verzehr von Fleisch, Innereien und Produkten, die aus infizierten Schweinen oder Wildschweinen hergestellt wurden. Auch Hepatitis A spielt eine große Rolle bei lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen.

Wild mit Parasiten kontaminiert

In Fleisch vom Wild wie Hirsch, Reh und Wildschwein können sich ebenfalls krankmachende Keime tummeln. Erste Studienergebnisse des BfR zum Vorkommen von Parasiten in Wildtieren im Bundesland Brandenburg zeigen, dass die Wildtiere etwa mit Toxoplasmen befallen sein und Wildschweine den Dunckerschen Muskelegel in sich tragen können.

Diese und andere Studienergebnisse wird das BfR  bei einem Symposium am Montag und Dienstag in Berlin vorstellen. Auf dem Symposium „Zoonosen und Lebensmittelsicherheit“ wird das BfR auch berichten, wie es Krankheitserreger in Fleisch, Eiern und Rohmilch aufspürt und Ausbruchsgeschehen nachverfolgen kann.  „Mit der Software FoodChain-Lab können wir Produkte vom Herstellungsbetrieb bis zur auffälligen Häufung von Erkrankungsfällen verfolgen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Mit dem digitalen Werkzeug wird im Labor das genetische Profil der Erreger bestimmt und mit den Lieferdaten der in Frage kommenden Lebensmittel abgeglichen. So können die Experten die Quelle der Kontamination nachweisen. Die Software stellt das Institut auch anderen Behörden und Einrichtungen zur Verfügung. 

Foto: pixabay

Autor: ham
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Berlin , Medizin
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